2. Mai 2002 · Quelle: berliner morgenpost | berliner zeitung

Anschlag auf Autohaus in Großziethen

berlin­er morgenpost:

Anschlag auf Auto­haus in Großziethen 

BM Großzi­ethen — Im Zusam­men­hang mit dem Bran­dan­schlag auf eine Nieder­las­sung des deutsch-amerikanis­chen Daim­ler Chrysler-Konz­erns in Großzi­ethen (Dahme-Spree­wald) Mon­ta­gnacht hat Gen­er­al­bun­de­san­walt Kay Nehm nun ein Ermit­tlungsver­fahren gegen die linksradikale «mil­i­tante gruppe» ein­geleit­et. Das bestätigte die Sprecherin der Bun­de­san­waltschaft, Frauke-Katrin Scheuten. 

Mon­ta­gnacht um 2.40 Uhr in ging bei der Feuer­wehr die Mel­dung über einen Brand auf dem Gelände eines Gebraucht­wa­gen­han­dels von Daim­ler Chrysler ein. Bei diesem Brand wurde ein Fahrzeug wurde völ­lig zer­stört, zwei andere beschädigt. In einem weit­eren Auto wurde ein Beken­ner­schreiben gefun­den. Zunächst ermit­telte nach Polizeiangaben das Bran­den­burg­er Lan­deskrim­i­nalamt, dann zog der Gen­er­al­bun­de­san­walt die Unter­suchun­gen an sich, da der Ver­dacht ein­er ter­ror­is­tis­chen Straftat vor­liegt. Näher Erken­nt­nisse hat­te die Bun­de­san­waltschaft gestern aber nicht. 

Die «mil­i­tante gruppe» wen­det sich in dem Schreiben gegen die «Kriegstreiber» in der US-Regierung. Der Anschlag ste­ht somit offen­bar im Zusam­men­hang mit dem bevorste­hen­den Deutsch­land-Besuch von US-Präsi­dent George Bush. Davor war die linksradikale Gruppe im Som­mer 2001 aufge­fall­en: Damals bedro­hte sie führende Vertreter der Stiftungsini­tia­tive der deutschen Wirtschaft zur Entschädi­gung ehe­ma­liger NS-Zwangsar­beit­er. Unter anderem bekan­nte sich die Gruppe in dieser Zeit zu einem Bran­dan­schlag auf eine Daim­ler Chrysler-Nieder­las­sung in Berlin. 

berlin­er zeitung:

Karl­sruhe ermit­telt nach Brandanschlag 

Nach dem Bran­dan­schlag auf eine Nieder­las­sung des Daim­ler­Chrysler-Konz­erns in Großzi­ethen (Dahme-Spree­wald) hat Gen­er­al­bun­de­san­walt Kay Nehm ein Ermit­tlungsver­fahren gegen die linksradikale “mil­i­tante gruppe” ein­geleit­et. Die Gruppe hat sich in einem Selb­st­bezich­ti­gungss­chreiben zu einem Bran­dan­schlag bekan­nt, bei dem am Mon­tag an der Großzi­ethen­er Nieder­las­sung mehrere Gebraucht­wa­gen beschädigt wur­den. Ein Auto­mo­bil bran­nte aus, zwei weit­ere wur­den beschädigt. An einem vierten Fahrzeug fand die Polizei das Beken­ner­schreiben. Darin wen­det sich die “mil­i­tante gruppe” gegen die “Kriegstreiber” in der US-Regierung. Der Anschlag ste­ht somit offen­bar im Zusam­men­hang mit dem bevorste­hen­den Deutsch­land-Besuch von US-Präsi­dent George W. Bush. 

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