15. Dezember 2003 · Quelle: Tagesspiegel

Anteil indizierter rechtsextremer Medien aus Brandenburg hoch

Potsdam/Bonn (dpa/PNN). Mehr als ein Drit­tel der in diesem Jahr bun­desweit indizierten, recht­sex­trem­istis­chen Medi­en stam­men aus Bran­den­burg. Neun solch­er Veröf­fentlichun­gen aus der Mark wur­den bis­lang von der Bun­de­sprüf­stelle für jugendge­fährdende Medi­en in Bonn auf den Index geset­zt.
Dies sei eine hohe Zahl, sagte Ref­er­entin Ute Kortlän­der am Fre­itag.

Den Antrag für das Ver­bot der Ton­träger hat­ten den Angaben zufolge in Bran­den­burg das Lan­desju­gen­damt, das Innen­min­is­teri­um und das Lan­deskrim­i­nalamt (LKA) gestellt. 10 Anträge aus Bran­den­burg wür­den derzeit noch geprüft, sagte Kortlän­der.

Allein das Bran­den­burg­er LKA hat­te in diesem Jahr für 18
recht­sex­trem­istis­che Medi­en die Indizierung beantragt. Nach Angaben des Innen­min­is­teri­ums han­delt es sich um 15 Musik-CD, zwei CD-ROM und ein Druck­w­erk. Im ver­gan­genen Jahr hat­te das LKA über das Bil­dungsmin­is­teri­um bei der Bun­de­sprüf­stelle die Indizierung von neun CDs ini­ti­iert. “Die in diesem Jahr höhere Zahl resul­tiert nicht zulet­zt daraus, dass die Polizei eine harte Gan­gart gegen recht­sex­trem­istis­che Struk­turen anschlägt”, erläuterte der Press­esprech­er des Innen­min­is­teri­ums, Heiko Hom­burg.
Innen­min­is­ter Jörg Schön­bohm (CDU) betonte: “Recht­sex­treme Musik ist ein Bestandteil des recht­sex­tremen Milieus; wenn wir dieses Milieu bekämpfen wollen, müssen wir auch diese Kul­tur bekämpfen.”

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