24. Februar 2007 · Quelle: Anti-G8-Bündnis Potsdam

Anti-G8-Bündnis in Potsdam gegründet

Pots­dam. Bere­its seit eini­gen Wochen disku­tiert und plant ein Bünd­nis ver­schieden­er Pots­damer Ini­tia­tiv­en und Grup­pen den Protest zu den anste­hen­den drei Min­is­tertr­e­f­fen der G8 in Pots­dam. Hol­ger Zschoge, Sprech­er des Bünd­niss­es über dessen Ziel: „Wir wollen die Fach­min­is­tertr­e­f­fen dazu nutzen, unsere Sicht auf die von den G8 vertretene Wel­tord­nung deut­lich zu machen.“ Gemein­sam will das Bünd­nis dazu aufzu­rufen, sich in den kom­menden Monat­en für eine andere Welt zu engagieren.

In der gemein­samen Erk­lärung der Pots­damer Ini­tia­tiv­en heißt es unter anderem:

Die Fol­gen der kap­i­tal­is­tis­chen Glob­al­isierung sind inzwis­chen über­all spür­bar und bergen zunehmend die Gefahr der Zer­störung der Grund­lage men­schlichen Lebens.

Entschei­dende Ursache für Armut, Hunger, Umweltzer­störung, Arbeit­slosigkeit etc. sind gesellschaftliche Struk­turen wie Prof­i­to­ri­en­tierung, Besitz- und Aus­beu­tungsver­hält­nisse sowie die Ver­w­er­tungs­be­din­gun­gen von Kap­i­tal.

Men­schen, Staat­en und Organ­i­sa­tio­nen ste­hen sym­bol­haft für diese Struk­turen.

Eine andere Glob­al­isierung, eine andere Wel­tord­nung begin­nt mit Wider­stand gegen die Sym­bole und Träger der Struk­turen.

Wirk­liche Verän­derun­gen bedür­fen mehr: Konzepte und Ideen, neue Eigen­tums- und Ver­w­er­tungs­be­din­gun­gen, neue Lebens- und Arbeits­for­men.

Solche Dinge entste­hen und ver­bre­it­en sich nur, wenn sich viele Men­schen mit den aktuellen Struk­turen auseinan­der­set­zen und Ein­sicht in ihre Bedin­gun­gen gewin­nen.

Deshalb macht jede Form von Wider­stand, Öffentlichkeit und Diskus­sion über das Tre­f­fen der G 8 als Sym­bole und Träger der kap­i­tal­is­tis­chen Wel­tord­nung Sinn!

Demon­stra­tion anlässlich der G8-Umwelt­min­is­ter-Tagung

Vom 15.- 17. März 2007 find­et in Pots­dam ein Tre­f­fen der G8-Umwelt­min­is­ter statt. Hierzu ruft das Bünd­nis zu ein­er satirischen Demon­stra­tion auf. „Es ist ein mak­aber­er Scherz, dass aus­gerech­net die Repräsen­tan­ten der Staat­en, welche die Hauptver­ant­wor­tung für die Zer­störung der Umwelt tra­gen, über halb­herzige Maß­nah­men zu deren Erhalt reden wollen.“ begrün­det Hol­ger Zschoge die Idee zu der Aktion. Für das Anti-G8-Bünd­nis macht es deshalb Sinn, ihnen auf satirische Weise den Spiegel vor die Nase zu hal­ten. Die scherzhafte „Jubelde­mo“ wird unter dem Mot­to: „Gemein­sam die Welt zer­stören, den G8 unter die Arme greifen!“ ste­hen. Sie find­et am Sam­stag, 17. März 2007 statt, begin­nt 14.00 Uhr am Platz der Ein­heit und endet vor dem Ein­gang zum Schloss Cecilien­hof.

Der Sprech­er des Bünd­niss­es iro­nisch: „Wir wollen unsere uneingeschränk­te Sol­i­dar­ität für die Umwelt­poli­tik der G8 bekun­den!“ Im gemein­samen Aufruf heißt es deshalb:

„Lassen Sie sich nicht von Ihrem Weg abbrin­gen. Es sind nur wenige Spin­ner, die Ihnen vor­w­er­fen für Kli­mawan­del, Atom­müll und Ressourcenver­schwen­dung ver­ant­wortlich zu sein. Sie haben schon soviel hin­bekom­men: die Meere leerge­fis­cht, Urwälder in Viehwei­den ver­wan­delt, Land­schaften zube­toniert. Gemein­sam schaf­fen wir auch den Rest! Dabei helfen wir gern: Wir kön­nten Atom­müll­trans­porte vor den Chaoten beschützen, mehr Fleisch essen, giftige Abfälle in Flüsse kip­pen.
Deshalb rufen wir Ihnen zu: Weit­er so! Nur noch ein paar Jahre Aus­beu­tung von Men­sch und Natur, nur noch ein paar Jahre alles den Inter­essen von Kap­i­tal und Prof­it unterord­nen, dann haben Sie es geschafft!“

Das Bünd­nis kündigte weit­ere Ver­anstal­tun­gen und Proteste im April und Mai an. Außer­dem betreibt sie für diese Zeit eine gemein­same Inter­net­plat­tform. Diese ist erre­ich­bar unter: www.anti-g8-buendnis-potsdam.de.tc

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