26. Juni 2006 · Quelle: Indymedia

Anti-Genmais-Bustour


35 Gen­tech­nikge­gener­In­nen protestierten im Rah­men ein­er Bus­tour an mehreren Gen­ma­is­feldern und vor dem Haus eines Gen­mais­bauern. Örtliche Aktive wur­den besucht.

Am Son­ntag dem 18. Juni 2006 beteiligten sich etwa 35 Gen­tech­nikgeg­ner­In­nen an ein­er mehrstündi­gen Bus­fahrt durch den bran­den­bur­gis­chen Land­kreis Märkisch-Oder­land. Märkisch-Oder­land ist das Haup­tan­bauge­bi­et für den Mon­san­to-Gen­mais. Anlass für die Tour waren die Feier­lichkeit­en zum 10. Jahrestag des „Barn­imer Aktions­bünd­nis gegen Gen­tech­nik“.
Bere­its am Start­punkt der Tour am Berlin­er Bus­bahn­hof begann die Polizei die Begleitung des Bus­es, hielt sich aber während der Tour auf­fal­l­end zurück und störte uns nicht weit­er.

In Straus­berg stiegen dann die feiern­den Leute vom Barn­imer Aktions­bünd­nis und ihre Gäste hinzu, denn im dor­ti­gen Jugendtr­e­ff gab es am Sam­stag eine Infor­ma­tions- und Diskus­sionsver­anstal­tung zum G8-Gipfel in Heili­gen­damm und eine Par­ty mit Live­band.
Erster Höhep­unkt der Tour waren die Gen­ma­is­felder der Land­farm Hohen­stein. Hier kon­nten wir vom Bus aus einen „Wild­schaden“ begutacht­en (siehe Foto). Hohen­stein war im let­zten Jahr Schau­platz der Ern­teak­tion von „Gen­dreck-Weg“ ( <a href=“http://www.gendreck-weg.de).

>http://www.gendreck-weg.de).

Im Nach­bar­dorf Prädikow macht­en wir dann unsere erste Sta­tion am dor­ti­gen Gen­ma­is­feld. Mit Fly­ern und Trans­par­enten macht­en wir unseren Protest deut­lich. Schon nach kurz­er Zeit brauste dann der örtliche Gen­bauer Andreas Behnen an. Deut­lich spür­bar war an dieser Stelle das Unbe­ha­gen über die Veröf­fentlichung sein­er Aktiv­itäten. Die Land­wirte wür­den ihren Gen­mais lieber ganz im Stillen anbauen, um so eventuellen Diskus­sio­nen und Protesten in ihren Dör­fern zu umge­hen.
Anschließend ging es dann ins Oder­bruch nach Neureetz. Hier betreibt die „Agrarpro­duk­te Altreetz e.G“ schon seit min­destens zwei Jahren Gen­ma­is­felder. Auch hier wur­den Fly­er über die Machen­schaften der Fir­ma verteilt. Anschließend trafen wir uns mit der einzi­gen aktiv­en Gen­tech­nikgeg­ner­In im Ort um ihr unsere Sol­i­dar­ität auszu­drück­en. Sie berichtete z.B., dass Unbekan­nte ein Protestschild gegen den Gen­maisan­bau von ihrem Grund­stück ent­fer­n­ten. Glück­licher­weise sind die Gen­tech­nikgeg­ner­In­nen im Land­kreis zahlre­ich, so dass es in Neureetz und Umge­bung bere­its mehrere Infor­ma­tions- und Protestver­anstal­tun­gen gab.
Unsere näch­ste Sta­tion war dann die kleine Stadt Bad Freien­walde. Hier ver­sam­melten wir uns für eine kurze Kundge­bung vor dem Haus in der Eber­swalder Str.3. Hier wohnt der Geschäfts­führer der Hohen­stein­er Land­farm Jörg Piprek. Die Nach­barschaft wurde über seine Aktiv­itäten informiert, so betreibt er z.B. in seinem Garten ein 1m² kleines Gen­mais­beet, nach eige­nen Angaben um so zu testen, ob es zu Auskreuzun­gen auf andere Mais­sorten kommt. Der sichtlich über­raschte Piprek stellte sich nach einiger Zeit dann der Diskus­sion mit den Gen­tech­nikgeg­ner­In­nen, ganz zur Freude der mitreisenden Jour­nal­istIn­nen.
Abschluss unser­er Bus­tour war des Dorf Wöl­sick­endorf. Hier trafen wir uns nach kurz­er Besich­ti­gung des Gen­feldes mit Aktiv­en der örtlichen Bürg­erIn­nenini­tia­tive „Gen­tech­nikfreie Höhe“ bei Kaf­fee und Kuchen. Die Bürg­erIn­nenini­tia­tive hat sich erst im diesen Jahr gegrün­det um gegen den Gen­maisan­bau in der Region vorzuge­hen. Erfol­gre­ich waren sie dabei in Dan­nen­berg, nach eini­gen Diskus­sio­nen zog das dor­tige Land­wirtschaft­sun­ternehmen die Anbau­pläne wieder zurück. Nicht so ein­sichtig zeigt sich dage­gen bish­er die „Agrargenossen­schaft Höhe eG“. Mit unserem Besuch haben wir aber vielle­icht einen kleinen Beitrag zum Erfolg der Bürg­erIn­nenini­tia­tive geleis­tet, in der sich auch Land­wirtIn­nen und Imk­erIn­nen der Region engagieren.
Die Zeit im Bus wurde natür­lich aus­giebig genutzt, um über die Machen­schaften der Gen­tech­nikkonz­erne und den Wider­stand dage­gen zu informieren. Die Stim­mung im Bus war aus­geze­ich­net und wir haben sich­er einiges an Staub aufgewirbelt. Machen wir es den Gen­tech­nikkonz­er­nen weit­er­hin schw­er!

Den Text mit Bildern gibt es auf Indy­media.

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