19. September 2005 · Quelle: We will rock you - Kampagne

Antifa-Demo in Hennigsdorf

Am Sam­sta­gnach­mit­tag demon­stri­erten im bran­den­bur­gis­chen Hen­nigs­dorf 500 Men­schen gegen die ras­sis­tis­che Asylpoli­tik der Bun­desre­pub­lik und den Neon­aziladen „On the streets“.

Die Demon­stran­ten fol­gten einem Aufruf der Kam­pagne gegen rechte Klei­dung und recht­en Lifestyle „We will rock you“ ( www.we-will-rock-you.tk) und der Flüchtlingsini­tia­tive Bran­den­burg (www.fi‑b.net).

Die antirassistisch/antifaschistische Demon­stra­tion zog laut­stark durch die Innen­stadt des bran­den­bur­gis­chen Hen­nigs­dorf, vor­bei am Neon­aziladen „On the streets“. Vor dem Ladengeschäft hat­te dessen Betreiber zuvor einen Son­derverkauf angekündigt. Eine indi­rek­te Dro­hung für die Organ­isatoren. Doch dazu kam es nicht: Der Son­derverkauf wurde abge­sagt. Eine Ansamm­lung von mehreren Neon­azis vor dem Geschäft wurde, nach Antifaangaben, von der Polizei aufgelöst. Nur vere­inzelt zeigten sich einige Recht­sex­treme am Rande der Demon­stra­tion, deren Teil­nehmer die Schließung des Ladens forderten.

Unter den Demon­stran­ten befan­den sich Flüchtlinge aus ganz Bran­den­burg. In einem Rede­beitrag der Flüchtlingsini­tia­tive Bran­den­burg wurde auf die ekla­tante Sit­u­a­tion von Flüchtlin­gen und Asyl­ber­wer­bern in Deutsch­land hingewiesen. Unter anderem the­ma­tisierte die Demon­stra­tion die Res­i­den­zpflicht und das Gutschein­sys­tem. Erst kür­zlich wurde ein Aktivist der Flüchtlingsini­tia­tive nach Kamerun abgeschoben. Das autoritär-dik­ta­torisch Regime Kameruns ist für Men­schen­rechtsver­let­zun­gen, Folter und Mord an Oppo­si­tionellen bekan­nt.

Die Demon­stra­tion ver­lief weites­ge­hend friedlich. Let­ztlich macht­en jedoch Fans des 1. FC Union Berlin der Bran­den­burg­er Polizei ein Strich durch die Rech­nung. Infolge der­er blieb der Bahn­hof für Teil­nehmer der Demon­stra­tion ges­per­rt. Dabei kam es anfangs zu Rangeleien zwis­chen Demon­strat­en und der Polizei, bei denen mehrere Men­schen ver­let­zt wur­den. Antifaangaben zufolge, kam es zu min­destens ein­er Fes­t­nahme.

We will rock you!

Weg mit Nazilä­den, rechter Musik & rechtem Lifestyle

Weit­ere Berichte und Bilder unter:

Indy­media 1

Indy­media 2

Indy­media 3

www.adf-berlin.de

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