4. Januar 2011 · Quelle: Antifa Spremberg

Antifa Demo in Spremberg

Am 15.01.2011 ein entschlossenes Statement gegen alte und neue Nazis in und um Spremberg setzen

Tre­ff­punkt: 15.01.11 | 11h | Mark­t­platz Sprem­berg (bei Cottbus)

Über­griffe durch Neon­azis haben in Sprem­berg eine lange Tra­di­tion. In den frühen 90er Jahren wurde im Stadt­teil „Schwarze Pumpe“ ein Asyl­be­wer­ber­heim durch einen Bran­dan­schlag bis auf die Grund­mauern niederge­bran­nt. Die Jahre bis 1997 waren geprägt von beina­he wöchentlichen Angrif­f­en auf antifaschis­tis­che Men­schen und Ein­rich­tun­gen. Im Jahr 2008 trat der Ort­steil „Schwarze Pumpe“ aber­mals in die Öffentlichkeit. Auf dem Gelände ein­er ansäs­si­gen San­itär­fir­ma wur­den Clu­bräume ent­deckt, die mit Schwarz-Weiß-Roten Borten und Porträts von Land­sern geschmückt waren. Diese Räume, mit dem Namen „Bunker 38“ bilde­ten die kul­turelle Hochburg für örtliche Neon­azis. Nach­dem es in Sprem­berg zwis­chen 1998 und 2008, bed­ingt durch ein effek­tives antifaschis­tis­ches Ein­greifen und ein bre­it gefächertes bürg­er­lich­es Engage­ment zu weniger Vor­fällen kam, flammt die recht­sex­treme Gewalt nun erneut auf.

Seit Mitte des Jahres 2009 sind fast monatlich Über­griffe auf Alter­na­tive Men­schen die nicht in das Welt­bild der Recht­en passen oder auf den alter­na­tiv­en Jugend­club „Pirat­en e.V.“ zu verze­ich­nen. Zulet­zt am 13. 11. 2010 drangen mehrere ver­mummte Neon­azis in den Innen­hof des Haus­es ein, zün­de­ten Knal­lkör­p­er und beschädigten Gebäudeteile.

Erst kür­zlich, am Nach­mit­tag des 07. 12. 2010 kam es zu einem Über­griff auf zwei nicht rechte Jugendliche. Bei­de wur­den durch Schläge mit Knüp­peln und Fausthieben ver­let­zt und erlit­ten Blutergüsse und Schwellungen.

Im Zusam­men­hang mit zün­del­nden Nazis in Dres­den und Berlin, mor­den­den Nazis in Leipzig oder dem Angriff auf das linke Haus­pro­jekt „Zelle79“ am 11. 11. 2010, als in Cot­tbus vier ver­mummte Neon­azis die Fen­ster des Haus­es mit zer­broch­enen Gehweg­plat­ten ein­war­fen, bilden die Über­griffe in Sprem­berg einen trau­ri­gen „ost­deutschen Trend“.

Nicht nur die Mit­glieder des „Pirat­en e.V.“ oder antifaschis­tis­che Jugendliche sind von der Gewalt der Neon­azis betrof­fen, son­dern wir alle. Deshalb rufen wir zu ein­er antifaschis­tis­chen Demon­stra­tion in Sprem­berg auf. Wir möcht­en mit dieser Demon­stra­tion ein entschlossenes State­ment gegen alte und neue Nazis in und um Sprem­berg set­zen und zeigen dass in unser­er Stadt und ander­swo kein Platz ist für ihre Gewalt. [Antifa Sprem­berg]

ES IST IMMER EIN ANGRIFF AUF UNS ALLENAZIGEWALT STOPPEN!

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