5. August 2012 · Quelle: Antifas und radikale Linke aus Berlin und Brandenburg

Antifacamp Dortmund 2012

Berlin/Brandenburg - Auf zum Camp - Auf zur Blockade / Wenn Antifa - dann Dortmund! Ein Aufruf aus Berlin-Brandenburg

Seit dem Bekan­ntwer­den der NSU Morde fra­gen wir uns, warum die über­wälti­gende Mehrheit der radikalen Linken, auch die Antifa, sich so gut wie gar nicht sol­i­darisch an die Seite der Betrof­fe­nen gestellt hat. Trotz Antifa-Recherche hat die Organ­isiertheit und Kalt­blütigkeit der Morde so manche von uns über­rascht. Was heißt das für uns? Ist unsere Analyse unzure­ichend? Sind unsere Hand­lungsstrate­gien, z.B. unsere Bünd­nisori­en­tierung, zu beschränkt und inwiefern? Was für Aktio­nen sind angesichts dessen über­haupt angemessen? Und wo find­en wir endlich mal Zeit und Raum, darüber auch grund­sät­zlich und ohne tage­sak­tuelle Hek­tik nachzu­denken und zu disku­tieren? Es ist Zeit für ein größeres und län­geres Tre­f­fen!

Zusam­men denken, zusam­men han­deln –
Bun­desweites Antifa­camp & Block­ade in Dort­mund

Das Camp wird Platz für Work­shops, Ver­anstal­tun­gen und Aktio­nen bieten, es wer­den Konz­erte stat­tfind­en und Filmabende. Und wir wer­den in die Stadt gehen, um die „nationalen Aktionswochen“ der Nazis vor dem 1. Sep­tem­ber zu unterbinden und ihren Auf­marsch an diesem Tag zu ver­hin­dern. Genau­so wichtig find­en wir Aktio­nen, Diskus­sio­nen und Bünd­nisse gegen die ras­sis­tis­che Het­ze aus der Mitte der Gesellschaft und von staatlichen Behör­den – gemein­sam mit all denen, die mit uns die soziale Frage emanzi­pa­torisch ange­hen wollen. Und Aktio­nen, die unsere prinzip­iell anti­mil­i­taris­tis­che Hal­tung zum Aus­druck brin­gen. Zu für uns wichti­gen Diskus­sio­nen gehört auch, ob und welche geschlechtsspez­i­fis­che Arbeit­steilun­gen und sex­is­tis­che Sichtweisen bei uns beste­hen und wie wir diese über­winden und bekämpfen können.Es ist auch höch­ste Zeit, uns über unsere lokalen Prak­tiken auszu­tauschen. Wir betra­cht­en das Antifa­camp als Gele­gen­heit, städteüber­greifend in die Diskus­sion zu kom­men: Was heißt Antifa für uns heute? Je mehr von uns aus den unter­schiedlichen Regio­nen der Ein­ladung fol­gen, desto bess­er kön­nen wir unsere Ziele erre­ichen: Nazi­auf­marsch ver­hin­dern, Ver­net­zen, Strate­giede­bat­ten führen, Wis­sen weit­ergeben, Bünd­nisse schmieden…

Naziprob­leme gibt es in vie­len Städten –
Warum ger­ade Dort­mund?

Die Main­stream­poli­tik und wir sel­ber, haben das Naziprob­lem lange Zeit auf einige Regio­nen in Ost­deutsch­land reduziert und die mas­sive Organ­isierung im West­en aus dem Blick ver­loren. Inzwis­chen hat der soge­nan­nte Nationale Antikriegstag in Dort­mund für die Naziszene ähn­lich wie das faschis­tis­che „Gedenken“ an die Bom­bardierung Dres­dens bun­desweite Bedeu­tung. Die Dort­munder Nazistruk­turen machen durch offen­sive Aktio­nen, bewaffnete Über­griffe und Anschläge immer wieder von sich reden. Sie sind gut ver­net­zt mit dem Freien Kam­er­ad­schaftsspek­trum aus der Umge­bung sowie dem restlichen Bun­des­ge­bi­et. Genauere Infor­ma­tio­nen find­et ihr auf antifacamp.org.

Zückt eure Som­merkalen­der –
Wir sehen uns in Dort­mund!

* Antifas und radikale Linke aus Berlin und Bran­den­burg

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