23. Oktober 2006 · Quelle: Antifaschist_innen aus Frankfurt/Oder

Antifaschisten wird “Zerstörung” versprochen

Durch die Ein­ladun­gen von Lit­er­at­en aus aller Welt im Rah­men der Kleist-Fest­tage, ver­sucht Frank­furt (Oder) ein­mal mehr ein fre­undlich­es und weltof­fenes Image zu erlan­gen. Lei­der wird dieses Bestreben nicht von allen Einwohner_innen der Stadt geteilt. 

Am Abend des 20.10. wur­den drei antifaschis­tisch ori­en­tierte Jugendliche von zwei Nazis angepö­belt, als „Punker“ beze­ich­net und mit ein­er Bier­flasche bewor­fen, die auch einen der Ange­grif­f­e­nen am Rück­en traf. Durch das schnelle Han­deln der Antifaschis­ten kon­nte Schlim­meres ver­hin­dert wer­den und die Polizei die bei­den Straftäter in der Nähe des Strafortes auffind­en. Der von der Bier­flasche getrof­fene Jugendliche erstat­te Anzeige wegen schw­er­er Kör­per­ver­let­zung und wurde deshalb mit auf die Polizei­wache genom­men. Die bei­den anderen Antifaschis­ten entschlossen sich, im Warter­aum der Wache auf ihren Fre­und zu warten. 

Lei­der wurde die Polizei­wache während dieser Zeit immer mas­siv­er von recht­sex­tremen Jugendlichen belagert, die sich sog­ar Zugang zum Warter­aum der Wache ver­schaf­fen kon­nten. Dort dro­ht­en sie den bei­den Antifaschis­ten damit, dass wenn sie Anzeige gegen ihren Fre­und erstat­ten soll­ten, „in Frank­furt was los sein wird“, und ver­sprachen deren „Zer­störung“. Auch die Polizeibeamten bemerk­ten den Vor­fall und erteil­ten den recht­sex­tremen Jugendlichen Platzver­weise. Zudem wurde Anzeige wegen Bedro­hung gegen einen Jugendlichen erstat­tet. Auch dieser kon­nte von der Polizei reg­istri­ert werden. 

Dieser Vor­fall zeigt, dass Frank­furt (Oder) ein mas­sives Prob­lem mit recht­sex­tremer Gewalt hat. Diese Gewalt äußert sich nicht nur durch Kör­per­ver­let­zun­gen, son­dern auch mit der Andro­hung der „Zer­störung“ der Augen­zeu­gen, die Zivil­courage gegen den recht­en Spuk leisten. 

Wir, die Opfer dieses Vor­fall­es, fordern jede_n auf, sich aktiv gegen recht­sex­trem­istis­ches Gedankengut und gegen recht­sex­trem­istis­che Gewalt einzusetzten.

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