14. Juli 2003 · Quelle: Inforiot

Antira-Protest mitten im Festumzug


Waren die Anti­ras gemeint?


Eine selt­same Torte


DDR-Kult­star Adi war auch da


Der schwarze Block?


“Drum Fever” in Action


“Alles Gute!”


“Per­cus­sion für Frank­furt”


Tausende schaut­en zu


Die Cheer­leader liefen hin­ter­her


Ein schelmis­ch­er Blick

FRANKFURT/ODER Der 750. Geburt­stag von Frank­furt (Oder) wurde am let­zten Sam­stag von über 50.000 Men­schen Men­schen mit einem Fes­tumzug durch die Innen­stadt gefeiert. Darunter waren auch rund 30 AktivistIn­nen anti­ras­sis­tis­ch­er Grup­pen aus dem Land Bran­den­burg — Diese hat­ten sich für die Jubiläums­feiern eine Über­raschung beson­der­er Art aus­gedacht: Als fik­tive Trom­mel­gruppe “Drum Fever” aus Mainz hat­ten sich die Anti­ras im Vor­feld in den offiziellen Umzug eingeschlichen, “weil Mainz um den Frank­furtern zu ihrem Jubiläum grat­ulieren möchte”.

Mehr schlecht als recht trom­mel­nd liefen die AktivistIn­nen anfangs im Zug mit — ausstaffiert mit Schildern wie “Mainz grüßt Frank­furt” oder “Alles Gute” wurde kein Ver­dacht geweckt. Nach eini­gen hun­dert Metern begann erst die eigentliche Aktion. Die Gruppe stoppte vor den Augen hun­dert­er ZuschauerIn­nen am Straßen­rand mit­ten im Zug, wech­selte die bun­ten Klam­ot­ten gegen scharze Trauerklei­dung, das “Lied vom Tod” wurde mit pen­e­tran­ter Laut­stär­ket gespielt. Auf den eigens prä­pari­erten Schildern prangten nun plöt­zlich Slo­gans wie “Abschiebung ist Mord” und “Kein Men­sch ist Ille­gal”, ein Sarg wurde getra­gen, eine Rede ver­lesen.

Auf Flug­blät­tern erk­lärten die Anti­ras­sistIn­nen ihre Aktion: In Frank­furt (Oder) wer­den Migran­tInnen auf der Aus­län­der­be­hörde immer wieder diskri­m­iniert und seien ras­sis­tisch motivierten Kon­trollen durch den BGS aus­ge­set­zt. Der selb­st­gewählte Slo­gan “Fre­undlich­es Frank­furt” passe also beileibe nicht auf die Gren­zs­tadt. So wur­den etwa die ersten Busse mit pol­nis­chen BesucherIn­nen nach der Gren­zöff­nung mit Steinen bewor­fen. Frank­furt ste­he auch als Sym­bol für Fes­tung Europa. Hier, an der Oder-Neiße-Gren­ze nach Polen, kom­men immer wieder Flüchtlinge beim Ver­such ums Leben, nach Deutsch­land zu gelan­gen. Die Anti­ras erk­lärten: “Wir wollen den Leuten nicht den Spaß am Umzug verder­ben. Aber dass hier Men­schen sys­tem­a­tisch diskrim­iert wer­den, dass Men­schen hier ums Leben kom­men, das muss ein­fach gesagt wer­den. Die Stadt feiert ihre Geschichte völ­lig unre­flek­tiert ab, wir zeigen die andere Seite der Medaille.”

Die verblüfften Ord­ner beim Fes­tumzug grif­f­en gegen die AktivistIn­nen nicht ein, diese kon­nten also ungestört­die gesamte Wegstrecke ablaufen, an tausenden BesucherIn­nen vor­bei, sowie an eini­gen Live-Fernsehkam­eras und an der Bühne mit den Promis aus Stadt- und Lan­despoli­tik. Einige Male wurde den Anti­ras applaudiert, viele Gäste äußerten sich aber miß­bil­li­gend über die Aktion. “Den BGS wollen die abschaf­fen? Großer Schwachsinn. Wer hat diesen Idioten denn erlaubt, hier mitzu­laufen?”, wun­derte sich ein Mann. Eine Frau bemerk­te: “Oh, das sind wohl Autonome.”

Pressemit­teilung zur Aktion


Die Schilder wer­den aus­gepackt


Der Sarg wird enthüllt


Weit­er gehts in neuem Out­fit


“Abschiebung ist Mord”


Presse­fo­tografen


Beim Flug­blatt-Verteilen


Staunende Beobach­terIn­nen


Der Zug von Außen gese­hen


“Grüße zum Fest” mal anders


Men­schen­massen


Abgang: Die Rit­ter schaut­en zu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Am kom­menden Fre­itag, den 11.9. tritt Björn Höcke mit anderen AfDlern in Hönow auf. Die Ver­anstal­tung wird vom recht­en Net­zw­erk Lars Gün­ther im Restau­rant “Mit­telpunkt der Erde” organ­isiert.
Bere­its seit Aus­bruch der Coro­na-Pan­demie fordern zahlre­iche Organ­i­sa­tio­nen die Entzer­rung der Wohn­si­t­u­a­tion in den Sam­melun­terkün­ften, da ein aus­re­ichen­der Schutz vor dem Coro­n­avirus dort nicht gewährleis­tet wer­den kann.
Am Don­ner­stag tagte erst­mals seit Beginn der Coro­na-Pan­demie wieder die Stadtverord­neten­ver­samm­lung. Dort erk­lärte der AfD-Land­tagsab­ge­ord­nete Wilko Möller im Namen der AfD Frank­furt (Oder), dass der 8. Mai für ihn kein Tag der Befreiung ist.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot