12. März 2005 · Quelle: Akut

Antirassismus-Tage in Königs Wusterhausen

Tag für Tag kommt es in Königs Wuster­hausen, wie über­all auf der Welt,
zu ras­sis­tisch motivierten Vor­fällen. Unwis­senheit, schwache
Sozial­i­sa­tion, Intol­er­anz und Xeno­pho­bie tra­gen oft dazu bei, dass
Men­schen ihren Hass auf Men­schen ander­er Haut­far­ben ent­laden.

*Sie diskri­m­inieren, schla­gen und mor­den.*

Neben solch prekären Fällen, spielt auch All­t­agsras­sis­mus in unser­er
Gesellschaft eine große Rolle. Wenn abends im Kreis der Fam­i­lie Witze
über „die Türken“ gemacht wer­den, wenn im Schul­buch von der „negri­den
Rasse“ gesprochen wird…

…oder wenn von ein­er Haut­farbe auf men­schliche Eigen­schaften und
Fähigkeit­en geschlussfol­gert wird, dann ist die ras­sis­tis­che Moti­va­tion
der Aus­sage den meis­ten „TäterIn­nen“ oft nicht ein­mal bewusst. Und doch
bilden ger­ade solch schein­bar kon­se­quen­zlose Aus­drucks­for­men des
Ras­sis­mus den Nährbo­den für Vor­fälle, in deren Ver­lauf Men­schen physisch
wie auch psy­chisch Schaden nehmen.

Es man­gelt vielerorts an nötigem Wis­sen und Gegen­strate­gien, um
Ras­sis­mus, sei er in sein­er Aus­sage „pos­i­tiv“ oder „neg­a­tiv“, ent­lar­ven
und ihm ent­ge­gen­treten zu kön­nen.

Der Vere­in Akut Königs Wuster­hausen, der sich die Ein­rich­tung eines
unab­hängi­gen, selb­st­ständi­gen Sozialen Zen­trums in oder um Königs
Wuster­hausen zur Auf­gabe gemacht hat, will aus diesem Grund vom 17. bis
19. März im Rah­men von drei Aktion­sta­gen Ras­sis­mus the­ma­tisieren.

„Es ist unser Ziel die Men­schen für diese The­matik zu sen­si­bil­isieren.
Sie sollen mit offe­nen Augen durchs Leben gehen, um bei sich oder
Anderen ras­sis­tisch motivierte Hand­lungs- und Ver­hal­tensweisen erken­nen
und ihnen ent­ge­gen­wirken zu kön­nen.“, so Flo­ri­an Hirsch, Press­esprech­er
des Akut Königs Wuster­hausen. Daher gilt es den jugendlichen
Ver­anstal­terIn­nen im Ver­lauf der Anti­ras­sis­mus-Tage the­o­retis­che
Grund­la­gen zu ver­mit­teln, aktuelle und his­torische Ten­den­zen
aufzuzeigen, sowie geeignete Gegen­strate­gien zu schulen.

Am 17.,18. und 19. März wird es im Raum Königs Wuster­hausen mehrere
kosten­lose anti­ras­sis­tis­che Ver­anstal­tun­gen geben.

Den Auf­takt bildet ein *Leseabend mit anti­ras­sis­tis­chen Tex­ten* bildet
am Don­ner­stag, den *17. März, ab 17 Uhr in den Räu­men des Splirtz e.V.*,
Königs Wuster­hausen.

Am Fre­itag, dem *18. März wird es ab 17 Uhr im Jugend­club KJV Eich­walde*
eine *Filmvor­führung und schmack­haftes Essen* geben. Gezeigt wird u.a.
der Kurz­film „Schwarz­fahrer“.

Kom­plet­tiert wird die Ver­anstal­tungsrei­he mit ein­er
*Infor­ma­tionsver­anstal­tung* unter dem Titel *„Was ist Ras­sis­mus“* mit
Ref­er­enten des Bil­dung­steams Berlin/Brandenburg.

Diese find­et am Sam­stag, den *19. März ab 13:30 Uhr im Stadtju­gen­dring*,
Königs Wuster­hausen. Im Anschluss wird ab 20 Uhr eine *anti­ras­sis­tis­che
Par­ty* (Ein­tritt: 1 Euro) stat­tfind­en.

Auf der Inter­net­seite www.sz-kw.tk kön­nen
Inter­essierte weit­ere Infor­ma­tio­nen zu den einzel­nen Ver­anstal­tun­gen,
sowie zum Vere­in akut e.V. und dem sozialen Zen­trum abfra­gen.

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