1. September 2009 · Quelle: Autonome Antifa Frankfurt (Oder)

Antirassitische Demo in Eisenhüttenstadt

Die kleine, aber kraftvolle Demo, die von der Gruppe „Kollek­tiv Par­ti­sana“ organ­isiert wurde, zog mit ca. 45 Teilnehmer_innen vom Bahn­hof durch die Innen­stadt zur Zen­tralen Auf­nahmestelle für Flüchtlinge (ZAST) in die Post­strasse. Eine Zwis­chenkundge­bung vor dem Friedrich-Wolf-The­ater in der Lin­de­nallee sollte die Eisen­hüt­ten­städter Bürger_innen über die Zen­trale Ausländer_innenbehörde für Bran­den­burg (ZABH), die ZAST und das Abschiebege­fäng­nis in ihrer Stadt informieren.

In der leerge­fegten Stadt inter­essierten sich aber nur wenige Passant_innen für die Anliegen der Demonstrat_innen.

Fast auf der ganzen Route ver­fol­gten drei Neon­azis die Demon­stra­tion. Allen vor­ran der bekan­nte Eisen­hüt­ter­städter Faschist Michael Meißn­er, der immer wieder ver­suchte die Teilnehmer_innen zu fil­men. Die Polizei, die nur mit wenig Ein­satzkräften vor Ort war, schaffte es anscheinend nicht, die unge­bete­nen Begleit­er von der Demo dauer­haft fern zu hal­ten. Erst nach der vierten Kon­trolle der Polizei dreht­en die Nazis ab.

Vor dem Ein­gangstor zur ZAST, ZABH und Abschiebege­fäng­nis fand die Abschlusskundge­bung statt. Dabei macht­en die Flüchtlinge nochmals auf die men­schen­rechtsver­let­zen­den Zustände in deutschen Flüchtlingsauf­nahmestellen sowie auf den alltäglichen Ras­sis­mus aufmerk­sam, den diese in Deutsch­land täglich erleben müssen. Dabei wurde her­aus­ge­hoben das die EU für die Zer­störung ihrer Herkun­ft­slän­der mitver­ant­wortlich ist und die Flüchtlinge den­noch kein Recht eingeräumt wird, vor eben dieser Zer­störung nach Europa zu fliehen.

Wir haben keinen Bock auf Ras­sis­mus. Wir wollen uns dafür ein­set­zen, das jed­er Flüchtling hier frei leben kann und nicht einges­per­rt wird. Für dieses Anliegen haben wir uns, anlässlich der Aktionswoche gegen Abschiebung, spon­tan entschlossen diese Demon­stra­tion zu machen“, nan­nte die Anmelderin als Beweg­gründe für die Demon­stra­tion.

Bere­its 2008 demon­stri­erten ca. 70 Men­schen gegen den Abschiebek­nast, ZAST und das ZABH in Eisen­hüt­ten­stadt. Voraus­ge­gan­gen waren der Demo Aktionswochen des Anti­ras­sis­tis­chen Bünd­niss­es Eisen­hüt­ten­stadt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Cot­tbus — Im Kampf gegen die Bedeu­tungslosigkeit gibt sich die NPD als Küm­mer­er. Mit ein­er Art Bürg­er­wehr streifen Aktivis­ten durch die Stadt. Die Aktio­nen sor­gen für Befrem­den.
INFORIOT – Som­mer, Sonne, Camp­ing! Hier­mit präsen­tieren wir die vierte Aus­gabe des Infori­ot Fes­ti­val-Guide für Bran­den­burg.
INFORIOT Mit ein­er neuen Kam­pagne will die NPD in Bran­den­burg die Frei­willige Feuer­wehr ‘unter­wan­dern’. Auf ihrer Face­book-Seite fordert die NPD ihre Anhän­gerIn­nen und Sym­pa­thisan­tInnen auf, sich aktiv in den Frei­willi­gen Feuer­wehren des Lan­des zu engagieren. Mit der Kam­pagne erhofft sich die Recht­saußen-Partei eine Ver­tiefung regionaler Ver­ankerung und Akzep­tanz in diesem äußerst ange­se­henen Bere­ich des Ehre­namts.

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot