29. Januar 2003 · Quelle: Berliner Zeitung

Anwalt von Talaka Ndualu will Anzeige erstatten

BRANDENBURG/HAVEL. Der Recht­san­walt des Kon­gole­sen Tala­ka Ndu­alu, der
mit
sein­er Fam­i­lie in Brandenburg/Havel Kirchenasyl gesucht hat, will
Anzeige
gegen Unbekan­nt erstat­ten. “Per­so­n­en­be­zo­gene Akten des Bun­de­samtes für
die
Anerken­nung aus­ländis­ch­er Flüchtlinge sind unter Ver­stoß gegen das
Daten­schutzge­setz an die Öffentlichkeit gegeben wor­den”, sagte Anwalt
Stefan
Gräb­n­er am Dien­stag. Der Hin­ter­grund: In einem Bericht des
Nachricht­en­magazins Focus war der Kon­golese der Vergewaltigung
bezichtigt
wor­den. Das Mag­a­zin stützte sich dabei auf die Vernehmungsprotokolle
von
1993, die Focus zuge­spielt wor­den waren. Gräb­n­ers Ver­dacht: Die
Aus­län­der­be­hörde oder das Pots­damer Innen­min­is­teri­um kön­nten die Akten
aus
poli­tis­chen Motiv­en weit­erg­ere­icht haben.
Stre­it gibt es um den Inhalt: Nach Focus-Lesart der Pro­tokolle hat sich
Ndu­alu bei dieser Vernehmung selb­st bezichtigt, 1992 während einer
Demon­stra­tion gegen das Mobu­tu-Regime an ein­er Verge­wal­ti­gung beteiligt
gewe­sen zu sein. Die evan­ge­lis­che Kirche und Recht­san­walt Gräbner
verweisen
auf einen Über­set­zungs­fehler. In der zen­tralafrikanis­chen Sprache
Lingala
bedeute Demon­stra­tion und Verge­wal­ti­gung das­selbe. Gräb­n­er: Ndu­alu habe
gesagt, dass er sich an ein­er Demon­stra­tion beteiligt habe. Experten
äußern
sich unter­schiedlich. “Ich prüfe auch rechtliche Schritte gegen Focus”,
sagte Gräbner.

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