15. September 2005 · Quelle: MAZ

Asylbewerber ja, aber Ausnützer bremsen”

RATHENOW “Was hast du gegen Asyl­be­wer­ber?” fragt ein Jugendlich­er einen
anderen. “Die nehmen mir die Arbeit weg, ohne sie hätte ich mehr Geld”, sagt
der andere. “Das sind falsche Vorurteile!” schre­it­et Volk­er Mueller,
Vor­sitzen­der des Human­is­tis­chen Frei­denker­bun­des Havel­land, ein.

Bei ein­er Gespräch­srunde zur Interkul­turellen Woche trafen sich unter der
Leitung des Frei­denker­bun­des Jugendliche, um gemein­sam über Asyl und
Asyl­be­wer­ber zu reden und aufzuk­lären. “Asyl­be­wer­ber dür­fen noch nicht
arbeit­en, nehmen also nie­man­den die Arbeit weg. Ohne sie hätte kein­er der
Hartz-IV-Empfänger mehr Geld,” sagt Mueller. “Wer in Deutsch­land Asyl
beantragt, wird meis­tens in sein­er Heimat bedro­ht, fürchtet um sein Leben.
Men­schen, die ver­fol­gt wer­den, müsse geholfen wer­den,” sagt er . Ein
Jugendlich­er: “Lei­der suchen die Flüchtlinge in Deutsch­land oft­mals
vergebens Hil­fe. Von den meis­ten Deutschen wer­den Asyl­be­wer­ber kri­tisch
betra­chtet und von der Gesellschaft aus­ge­gren­zt. Sozialer Neid ist ein
großes Prob­lem.”

Es beste­he auch die Gefahr, dass sich Jugendliche von den recht­en Parolen
der NPD betören lassen und die Wirk­lichkeit aus den Augen ver­lieren — so
Mueller. “Wer Hil­fe benötigt, soll sie auch bekom­men. Wer das Asyl­sys­tem
aber aus­nutzt, um sich auf Kosten ander­er zu bere­ich­ern, muss gebremst
wer­den”, sagt er. Darin waren sich alle Gespräch­steil­nehmer einig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

In Rathenow wurde vor Kurzem ein ehe­ma­liger Naziskin-Anführer zu Grabe getra­gen. Der mehrfach verurteilte Mann war ein­er schw­eren Krankheit erlegen. Seine ein­sti­gen Kam­er­aden kon­dolierten mit dem SS Treuelied.
Der Flüchtlingsrat Bran­den­burg, Jugendliche ohne Gren­zen und die Flüchtlings­ber­atung des Ev. Kirchenkreis­es Oberes Havel­land kri­tisieren die Unter­bringungspoli­tik im Land­kreis Ober­hav­el.
Rathenow — Ein wegen Gewalt­tat­en verurteil­ter NPD Stad­trat hat in Rathenow eine Kundge­bung für mehr „Sicher­heit“ angekündigt. Daraufhin bat ihn ein Christ­demokrat auch um par­la­men­tarische Hil­fe. Der Neon­azi soll einem CDU Antrag in der SVV zus­tim­men.

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot