17. April 2004 · Quelle: Genofood

Auch in Berlin und Brandenburg Aktionen gegen Genfood

Am 18. April tritt die EU-Kennze­ich­nungsverord­nung für gen­tech­nisch verän­derte Lebens- und Fut­ter­mit­tel in Kraft * Fleisch, Milch und Eier müssen nicht
gekennze­ich­net wer­den * zahlre­iche Aktio­nen vor Super­märk­ten

Am 18. April tritt die EU-Kennze­ich­nungsverord­nung für Gen­food in Kraft. Alle
Lebens­mit­tel, in denen mehr als 0,9 Prozent gen­tech­nisch manip­ulierte
Inhaltsstoffe enthal­ten sind, müssen entsprechend gekennze­ich­net wer­den.
Davon ausgenom­men sind jedoch alle Fleisch‑, Milch­pro­duk­te sowie Eier von
Tieren, die mit gen­ma­nip­ulierten Pflanzen gefüt­tert wur­den.

„Wir sehen es als ein Erfolg der Ver­braucherin­nen und Ver­brauch­er, dass auch
ab dem 18. April 04 kaum Lebens­mit­tel in den Super­märk­ten zu find­en sein
wer­den, die als gen­tech­nisch verän­dert gekennze­ich­net sind, so Thomas
Janosch­ka von geNO­food. Damit haben die Super­märk­te und alle großen
Nahrungsmit­tel­pro­duzen­ten auf die bre­ite Ablehnung der Ver­braucherIn­nen gegen
Gen­food reagiert, indem sie ihr Ange­bot auf kennze­ich­nungs­freie Ware
umstellen. Die Verzicht­serk­lärun­gen des Han­dels und der Pro­duzen­ten beziehen
sich aber aus­drück­lich nur auf kennze­ich­nungspflichtige Lebens­mit­tel.

Fleisch‑, Milch- und Eier­pro­duk­te wer­den an die ahnungslosen Ver­braucherIn­nen
gebracht und damit der Gen­tech­nik in der Land­wirtschaft zum Durch­bruch
ver­holfen. Denn bis­lang lan­det der größte Teil der importierten
gen­ma­nip­ulierten Saat­en wie Soja in den Fut­tertrö­gen. Daran ändert auch die
ver­schärfte Kennze­ich­nung nichts.

Obwohl die neue Kennze­ich­nungsrichtlin­ie eine deut­liche Verbesserung zu den
bish­eri­gen Regelun­gen darstellt, wer­den den Ver­braucherIn­nen noch immer
wichtige Infor­ma­tio­nen voren­thal­ten. Darüber ver­sucht das Net­zw­erk “geNO­food”
zu informieren und ruft deswe­gen am 17. April bun­desweit zu Aktio­nen vor
Super­märk­ten auf. Ziel der Aktio­nen sind Verzicht­serk­lärun­gen der
Han­dels­ket­ten und Lebens­mit­tel­pro­duzen­ten die sich auch auf die
nichtkennze­ich­nungspflichti­gen Gen-Lebens­mit­tel wie Milch, Wurst und Eier
beziehen.

In Bran­den­burg wird es Aktio­nen in Bernau, Pots­dam und Straus­berg geben. Um 15
Uhr find­et eine zen­trale Aktion vor dem Kaufhof am Alexan­der­platz statt. Mit
dabei wer­den zwei Frauen aus El Sal­vador sein, die dort in einem Net­zw­erk
gegen Gen­tech­nik arbeit­en und für Inter­views zur Ver­fü­gung ste­hen.

Für weit­ere Infor­ma­tio­nen ste­ht Ihnen unsere Web­site www.geNOfood.de.vu zur Ver­fü­gung.

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