28. Dezember 2004 · Quelle: MAZ

Auf CD-Rom gegen Napoleon

Weit über 400 wis­senschaftliche Pub­lika­tio­nen wur­den bish­er vom 1957 gegrün­de­ten und seit zehn Jahren in Pots­dam ansäs­si­gen Mil­itärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) herausgebracht. 

Die Mil­itärhis­torik­er unter ihrem neuen Amtschef Oberst Hans Ehlert arbeit­en allerd­ings Mil­itärhis­torisches nicht nur inhaltlich auf. Vielmehr sor­gen sie gezielt dafür, dass das müh­sam zusam­menge­tra­gene Wis­sen in Museen, durch Wan­der­ausstel­lun­gen und vor allem in der poli­tisch-his­torischen Bil­dung der Bun­deswehrange­höri­gen an den Mann und die Frau gebracht wird. Dafür gibt es die Abteilung “Aus­bil­dung, Infor­ma­tion und Fach­stu­di­en”, geleit­et von Ober­stleut­nant Hans-Huber­tus Mack. Die Wis­senschaftler in Uni­form entwick­eln hier unter anderem eine neue Gen­er­a­tion von Unter­richtsmit­teln “für die his­torische Bil­dung der Truppe”. Dabei wer­den zunehmend zeit­gemäße Infor­ma­tion­stech­nolo­gien genutzt. Neuestes Pro­dukt ist eine von Haupt­mann Stephan Huck erar­beit­ete Broschüre mit CD-Rom über die Geschichte der Kriege zur Befreiung Europas von der napoleonis­chen Fremd­herrschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 

Päd­a­gogis­ches Anliegen ist die Förderung des Tra­di­tionsver­ständ­niss­es in den Bun­deswehrein­heit­en. Inhaltlich kon­nte Huck dabei auf so manche MGFA-Pub­lika­tio­nen zurück­greifen, so zum Beispiel auf Mate­ri­alien über Clause­witz, über Lüt­zows Freiko­rps 1813, über Napoleon und das Mil­itär­we­sen sein­er Zeit, über die 1813 gegrün­dete preußis­che Landwehr. 

Der Autor nutzt die mod­erne Kom­mu­nika­tion­stech­nik, um dem Ler­nen­den den Zugriff zum his­torischen Stoff zu erle­ichtern. So enthält die CD-ROM Fil­mauss­chnitte, Ton­beispiele, ani­mierte mil­itärische Oper­a­tionskarten, Fak­sim­i­les von Orig­i­nal­doku­menten aus der Zeit um 1813. 

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