28. Dezember 2004 · Quelle: MAZ

Schneller Einsatz weltweit

Wolf­gang Wien, Kom­man­deur der Roland­kaserne in Hohen­stück­en, ist stolz auf die Leis­tung der 3. Kom­panie seines Panz­er­grenadier­batail­lons. Die 150 Sol­dat­en, die den Herb­st fast durchgängig auf Trup­penübungsplätzen ver­bracht­en, müssen im näch­sten Jahr einen schwieri­gen Auf­trag erfüllen. Die 3. Kom­panie wurde laut Ober­stleut­nant Wien aus­gewählt für den weltweit­en Ein­satz als Schutzkom­panie (Nation­al Sup­port Ele­ment) der Nato Response Force, eine Art Feuer­wehrtruppe des nor­dat­lantis­chen Bündnisses. 

Als Folge des Ter­ro­ran­schlags vom 11. Sep­tem­ber in New York hat­ten die Regierungschefs auf dem Prager Gipfel im Jahr 2002 beschlossen, Kom­panien auszu­bilden, die sehr schnell weltweit ver­leg­bar sind, erläutert der Kommandeur. 

Auf diese Auf­gabe ist die 3. Kom­panie aus Bran­den­burg vier Monate lang vor­bere­it­et wor­den. Wegen der ständi­gen Übun­gen auch an Woch­enen­den beurteilt Wien die Belas­tung sein­er Sol­dat­en als sehr hoch. 

Die 150 Bran­den­burg­er Sol­dat­en kön­nen vom 15. Jan­u­ar bis 30. Juni jed­erzeit kurzfristig in alle Teile der Welt abgerufen wer­den. An ihrem Ein­sat­zort müssen sie gegebe­nen­falls Kon­vois und Patrouillen der Nato Response Force mit gepanz­erten Aufk­lärungs- und Trans­port­fahrzeu­gen begleit­en und schützen. 

“Wir wis­sen nicht, ob und wann unsere Sol­dat­en einge­set­zt wer­den”, erk­lärt Wien. “Aber wenn es dazu kommt, geht alles sehr schnell.” In fünf bis 30 Tagen seien die nationalen Schutzkom­panien über­all hin abruf­bar. Während der hal­b­jähri­gen Alarmierungsphase bleibt die 3. Kom­panie durchgängig in der Rolandkaserne. 

So wie die 2. Kom­panie, die in weni­gen Wochen sechs Monate lang zur Absicherung der afghanis­chen Par­la­mentswahlen in Kab­ul sta­tion­iert wird (Stadtkuri­er berichtete), wer­den die Sol­dat­en der 3. Kom­panie nach der heißen Phase im zweit­en Hal­b­jahr 2005 erst Urlaub machen und dann “Rück­kehr-Sem­i­nare” absolvieren, in denen aus­führlich über die Ein­sätze gesprochen wird.

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