30. Juni 2003 · Quelle: LR

Ausländerquote steigt in Cottbus stetig an

(27.06.) «Cot­tbus ist keine frem­den­feindliche Stadt» – diese Aus­sage traf
Inte­gra­tions­beauf­tragter Michael Wegen­er in einem Bericht über die Sit­u­a­tion der
Aus­län­der in Cot­tbus. Allerd­ings dürften Prob­leme im Miteinan­der nicht verschwiegen
wer­den. Der Aus­län­der­an­teil liegt nach Wegen­ers Worten derzeit in Cot­tbus bei
3,63 Prozent der Bevölkerung. Die Aus­län­derquote sei stetig wachsend,
während sich die Bevölkerung ins­ge­samt verringere. 

Inte­gra­tion begin­nt nach Wegen­ers Worten bei der Sprache. Eine berufliche
Eingliederung gelinge in der Regel nur dann, wenn auch Sprachkenntnisse
vorhan­den seien. Während sich die Zahl der Aus­län­der in Cot­tbus erhöhe, sei die Zahl
der deutschstäm­mi­gen Spä­taussiedler «bis nahezu null abgeebbt» . Im Jahre
2003 seien lediglich zwei Spä­taussiedler nach Cot­tbus gezo­gen. Auch die Zahl
der Flüchtlinge, die nach Cot­tbus kom­men, stag­niert. Im Jahre 2003 waren es
nach Wegen­ers Worten 30 Asyl­be­wer­ber, die in Cot­tbus eine Bleibe fan­den. Die
dezen­trale Unter­bringung von Asyl­be­wer­bern habe sich als vorteil­haft erwiesen.
In Cot­tbus lebten drei Vier­tel der Flüchtlinge dezen­tral in Woh­nun­gen über die
Stadt­teile verteilt. Dies führe zu ein­er stärk­eren Iden­ti­fika­tion mit der
neuen Umge­bung, bedeute aber eine aufwändi­gere Betreu­ung. Wegen­er beschrieb
auch die Sit­u­a­tion der jüdis­chen Gemeinde. Von den 248 Mit­gliedern seien 60
Prozent über 55 Jahre alt. Prob­leme bere­ite das Ende einer
Arbeits­beschaf­fungs­maß­nahme im kom­menden Monat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Wie Ver­schwörungs­the­o­rien unser Denken bes­tim­men — Ver­anstal­tun­gen am 15. Okto­ber in Cot­tbus und am 22. Okto­ber in Potsdam.
Nach knapp 10 Jahren antifaschis­tis­ch­er Inter­ven­tion in Cot­tbus hat
Cot­tbus Naz­ifrei beschlossen, das Bünd­nis aufzulösen. Das Ziel, den
jährlichen Nazi­auf­marsch am 15. Feb­ru­ar zu ver­hin­dern, kon­nte erre­icht werden.
Der für gestern anber­aumte Ver­hand­lung­ster­min am Amts­gericht Cot­tbus gegen Thomas Andy S., Neon­azi und Kampf­s­portler aus Sprem­berg, wurde erneut verschoben. 

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot