15. Oktober 2002 · Quelle: Märkische Allgemeine

Ausländische Jugendliche in Potsdam beschimpft, geschlagen und beraubt

Pots­dam — In der Nacht vom Fre­itag zum Sonnabend nahm die Polizei zwei tatverdächtige Pots­damer vor­läu­fig fest, die in einem Nacht­bus drei aus­ländis­che Bürg­er beschimpft, geschla­gen und beraubt haben. Die bei­den alko­holisierten Män­ner (31; 39) sind der Polizei ein­schlägig bekan­nt. Sie wur­den auf Antrag der Staat­san­waltschaft Pots­dam am Son­ntag dem Haftrichter vorge­führt, der ihre Ent­las­sung aus dem Polizeige­wahrsam anord­nete. Im Nacht­bus der Lin­ie N 17 war es in der Nacht zum Sam­stag gegen Mit­ter­nacht zu ein­er Auseinan­der­set­zung zwis­chen den Pots­damern und drei Jugendlichen aus Kenia, Brasilien und Turk­menistan, die alle drei in Pots­dam bzw. im Land­kreis Pots­dam-Mit­tel­mark wohnen, gekom­men. Nach ersten Erken­nt­nis­sen beschimpften die bei­den Pots­damer den Keni­at­en (17) und den Brasil­ian­er (15) aus­län­der­feindlich und stießen den 15-Jähri­gen an der
Hal­testelle Schlegel­straße aus dem ste­hen­den Bus. Anschließend schlug der 31-Jährige mit Fäusten auf den Brasil­ian­er ein, woraufhin dieser zu Boden ging und von den Tätern mehrmals getreten wurde. Nach­dem sie von ihrem Opfer abge­lassen hat­ten, flüchteten die bei­den Pots­damer mit dem Ruck­sack des Keni­at­en.

Polizeibeamte kon­nten die bei­den Täter in Tatort­nähe stellen. Ein Atemalko­holtest ergab bei dem Jün­geren einen Wert von 2,02, bei dem Älteren 2,21 Promille. Bei den Tätern befand sich der ger­aubte Ruck­sack, der dem Besitzer zurück­gegeben wer­den kon­nte.

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