24. Januar 2003 · Quelle: MOZ

Ausstellung über Enteignung und Vertreibung in der NS-Zeit

Pots­dam (ddp-lbg). Die Enteig­nung und Vertrei­bung jüdis­ch­er Mitbürger
ist
The­ma der Ausstel­lung «Ich besaß einen Garten in Schöne­iche bei Berlin»
in
Pots­dam. Die Expo­si­tion im Foy­er des Land­tags zeigt ab Mittwoch
Zeugnisse
des «ver­wal­teten Ver­schwindens» von Juden während der NS-Zeit, wie ein
Land­tagssprech­er am Fre­itag in Pots­dam sagte. Eröffnet wird die
Ausstellung
am Dien­stagabend von Land­tagspräsi­dent Her­bert Knoblich (SPD).
Die Schau wurde von der Poli­tik­wis­senschaft­lerin Jani Pietsch
gestal­tet, die
die Lebenswege und Schick­sale von jüdis­chen Mit­bürg­ern zurückverfolgte.
Sie
geht der Frage nach, wie die plan­mäßige Vertrei­bung und Ermor­dung der
Juden
möglich war. Die Ausstel­lung umfasst Archiv­doku­mente sowie historische
Fotos
und Lebenserin­nerun­gen Über­leben­der. Der Titel der Expo­si­tion stammt
aus
ein­er Ver­mö­genserk­lärung, die der damals in Berlin wohnende jüdische
Redak­teur Samuel Bres­lauer vor sein­er Depor­ta­tion abzugeben hatte.
Die Ausstel­lung kann bis zum 27. Feb­ru­ar mon­tags bis fre­itags von 7.30
Uhr
bis 16.00 Uhr besucht wer­den. Grup­pen wer­den gebeten, sich unter der
Tele­fon­num­mer 0331/9661250 anzumelden. Es kön­nen auch Führun­gen und
Diskus­sio­nen mit der Autorin der Ausstel­lung vere­in­bart werden.

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