25. April 2004 · Quelle: AANO

Autonome Antifa demonstrierte erfolgreich in Belzig und Teltow

Am Sam­stag demon­stri­erten 300 Men­schen in Belzig (Bran­den­burg) für eine pro­gres­sive
Jugend­kul­tur und gegen lokale Neon­azistruk­turen. Meist junge AntifaschistIn­nen
schlossen sich der Demon­stra­tion an. Die Organ­isatoren, die Jugen­dan­tifa Belzig,
werten die Aktion sowie ihre Kam­pagne “Die Antifa rockt Belzig — Für eine
pro­gres­sive linke Jugend­kul­tur — Nie wieder Faschis­mus!” als Erfolg.
In Tel­tow-See­hof (Kreis Pots­dam-Mit­tel­mark) nah­men 70 Men­schen an der abendlichen
Demon­stra­tion gegen die anti­semi­tis­chen Aus­fälle der Bevölkerung teil. Die
Demon­stran­ten sprachen sich in Sprechchöre gegen jeden Anti­semitismus aus und
forderten Sol­i­dar­ität mit Israel.
Am Rande der Demon­stra­tion kam es immer wieder zu Beschimp­fun­gen und ver­balen
Anfein­dun­gen seit­ens der Anwohn­er. Die Sprecherin der Autonomen Antifa Nor­dost,
Christi­na DeClerq, erk­lärt dazu fol­gen­des: “Allein die unzäh­li­gen wüten­den
Reak­tio­nen der Bewohn­er Tel­tow-See­hofs im Vor­feld sowie am Rande unsere
Demon­stra­tion zeigt deut­lich auf das unsere Aktion richtig und wichtig war. Wir
kon­nten so unsere Fein­derk­lärung an die dafür bes­timmten Adres­sat­en richt­en. Sprüche
der Bewohn­er uns gegenüber wie “Schmarotzer”, “Aus­län­der raus” oder “Ihr Juden!”
zeigten deut­lich ihr ras­sis­tis­ches und anti­semi­tis­ches Welt­bild auf.”

Der örtliche PDS-Vor­stand hat sich in sein­er Presseerk­lärung im Vor­feld unser­er
Demon­stra­tion ein­deutig auf die Seite der Anti­semiten in Tel­tow-See­hof gestellt. Wir
wis­sen nur zu genau, dass der ‘Antizion­is­mus’ inner­halb der DDR-Eliten,
auch heute noch in der PDS dafür sorgt die Augen vor offen­em Anti­semitismus zu
schließen.
Anti­semitismus, nicht nur in Bran­den­burg, ist auch das The­ma der Ende April in
Berlin stat­tfind­en­den OSZE-Kon­ferenz. Auf der Kon­ferenz wer­den sich u.a.
Nichtregierung­sor­gan­i­sa­tio­nen (NGO) aus­tauschen, ver­net­zen und ihre zukün­fti­gen
Aktion besprechen. Der Kampf gegen Anti­semitismus hat eben erst begonnen, auch in
Tel­tow-See­hof.

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