19. Juni 2005 · Quelle: Antifaschistische Gruppen im Westhavelland

Bald Hausverbote für Linke?

Nach dem Nazis vor zwei Wochen ver­sucht­en einen Jugend­club in Prem­nitz (Bran­den­burg) anzuzün­den, dro­ht die Clubleitung jet­zt mit Hausver­boten gegen die linksori­en­tieren Clubbesucher.

Während Bun­destagspräsi­dent Thierse im Bran­den­bur­gis­chen Halbe angesichts eines dor­ti­gen Nazi­auf­marsches zu ver­mehrten Engage­ment gegen Recht­sex­trem­is­mus aufruft und mal wieder die Zivilge­sellschaft beschwört, zeigt sich im Bran­den­bur­gis­chen Prem­nitz wieder der knall­harte unzivil­isierte Alltag.

Nach­dem Recht­sex­trem­is­ten unlängst planten den örtlichen Jugend­club mit Molo­tow­cock­tails anzu­greifen und im let­zten Moment durch die Polizei gestoppt wur­den, entschloss sich jet­zt auch die Clubleitung auf die Ereignisse zu reagieren.

In einem Vor­raum des Clubge­bäudes wurde ein A4 – Zettel ange­bracht, auf dem der Geschäfts­führer des Trägervere­ins, Siegfried Wend­land, die Ver­schär­fung der Hau­sor­d­nung proklamiert: „Per­so­n­en, die per­ma­nent ver­bale oder tätliche Auseinan­der­set­zun­gen mit anderen Jugendlichen oder Grup­pen ander­er Jugendlichen haben und das Jugendzen­trum und sein Gelände als Rück­zugs­ge­bi­et anse­hen, wer­den zum Schutz der All­ge­mein­heit diszi­pli­nar­isch zur Rechen­schaft gezo­gen, d.h. dass in Härte­fall­en ein Hausver­bot aus­ge­sprochen wer­den kann.“

Im Klar­text: wer kün­ftig von Recht­sex­trem­is­ten irgend­wo in Prem­nitz oder ander­swo angrif­f­en, belei­digt oder geschla­gen wird, muss damit rech­nen im Club keine schützende Obhut mehr zu finden.

Die Clubleitung knüpft somit nicht nur in unsol­i­darisch­er son­dern auch in untrag­bar­er Weise direkt an das Bestreben der Recht­sex­trem­is­ten an, die über­wiegend linksori­en­tierten Jugendliche endlich aus dem „Zeck­en­club“ zu vertreiben.

Wir fordern deshalb die Rück­nahme der Verord­nung und die Abset­zung der Clubleitung! 

www.ag-westhavelland.info.ms

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