11. März 2004 · Quelle: Berliner Morgenpost

Baubeginn für Gedenkraum in Sachsenhausen

Oranien­burg — Die Sta­tion Z mit Kre­ma­to­ri­um­sresten und Erschießungs­graben
des früheren KZ Sach­sen­hausen ist seit gestern Baustelle. Der Abriss des
ton­nen­schw­eren mon­u­men­tal­en und baufäl­li­gen Betonüber­baus Anfang April und
der Neubau ein­er Gedenkhalle am wohl sen­si­bel­sten Ort der Sach­sen­hausen­er
KZ-Gedenkstätte kostet rund 4,52 Mil­lio­nen Euro. Die Stiftung
Bran­den­bur­gis­che Gedenkstät­ten nimmt diese Summe aus einem
Son­der­in­vesti­tion­spro­gramm des Bun­des und Drittmit­teln.

Es entste­ht eine 30 mal 37 Meter große frei tra­gende Halle aus
licht­durch­läs­sigem Gewebe mit einem Gedenkraum für 200 Per­so­n­en. Gruben mit
Men­schenasche, die im Umfeld des früheren Kre­ma­to­ri­ums gefun­den wur­den,
wer­den als Grab­stät­ten gestal­tet. Die Halle schützt nach ihrer
Fer­tig­stel­lung bis zum 60. Jahrestag der KZ-Befreiung im April 2005 die
Reste der von DDR-Volk­spolizis­ten gesprengten Kre­ma­to­ri­um­söfen und
Erschießungsan­la­gen.

Infolge der Bauar­beit­en wer­den die Gedenk­feiern zum 59. Jahrestag der
Befreiung des KZ Sach­sen­hausen am 18. April an den Mas­sen­gräbern vor den
früheren Revier­barack­en stat­tfind­en.

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