18. März 2005 · Quelle: Berliner Zeitung

Bauverein will neue Synagoge

POTSDAM. Wann es erst­mals wieder eine richtige Syn­a­goge in Pots­dam geben
wird, ste­ht noch nicht fest. Aber ein wichtiger Schritt für den Wiederaufbau
ist am Don­ner­stag mit der Grün­dung des “Bau­vere­ins Neue Syn­a­goge” geschehen.
“Ich bin opti­mistisch”, sagte der Sprech­er der Interessengemeinschaft,
Horst-Dieter Weyrauch. 

Dem Bau­vere­in gehört Pots­dams Ober­bürg­er­meis­ter Jann Jakobs (SPD) an.
Schriftlich zuge­sagt hat Bran­den­burgs Aus­län­der­beauf­tragte Almuth Berger.
Bran­den­burgs Lan­deschef Matthias Platzeck (SPD) hat sich für das Projekt
wegen viel­er Ter­mine entschuldigt, unter­stützt es aber prinzip­iell. Als
näch­stes Ziel will der Vere­in rund 50 000 Euro sam­meln, um Architekten
beauf­tra­gen zu kön­nen. Dabei geht es zunächst um den Teilabriss des
Plat­ten­baus in der Schlossstraße 1. An dieser Stelle, heute Sitz der
Jüdis­chen Gemeinde, soll die Syn­a­goge entste­hen. Das alte Gotte­shaus am
ein­sti­gen Wil­helm­platz — heute Platz der Ein­heit — war 1939 geplün­dert und
im April 1945 bei einem Bombe­nan­griff zer­stört worden. 

Auf einem Son­derkon­to der Jüdis­chen Gemeinde sind einige tausend Euro durch
Spenden zusam­mengekom­men. Sowohl Stadt- als auch Lan­desregierung hat­ten im
Jahr 2000 zuge­sagt, jew­eils ein Drit­tel der Kosten des Baus zu übernehmen,
ein weit­eres Drit­tel soll­ten die Gemeinde und der Vere­in brin­gen. Diese
Zusagen platzten wegen der erst vor kurzem beigelegten Finanzkrise der
Gemeinde. Vor dem Hin­ter­grund sagte Weyrauch, dass dieses Jahr im Potsdamer
Haushalt noch keine Summe für die Syn­a­goge einge­plant sei. Der Haushalt des
näch­sten Jahres ste­he erst im kom­menden Herb­st auf der Tage­sor­d­nung. Nicht
nur Weyrauch hofft deshalb auf finanzielle Hil­fe aus Poli­tik und
Gesellschaft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Die heuti­gen Veröf­fentlichun­gen von Frag­Den­Staat, rbb und dem ARD-Poli­tik­magazin Kon­traste führen vor Augen, zu welchen frag­würdi­gen Mit­teln das Bran­den­burg­er Innen­min­is­teri­um greift, um den Bau eines  Abschiebezen­trums am BER durchzusetzen.
Das Bünd­nis “Abschiebezen­trum BER ver­hin­dern” startet heute (04.07.2022) eine
Online-Aktionswoche gegen “Hard­er und Part­ner” – der Abschiebein­vestor soll das
geplante Abschiebezen­trum am Flughafen BER bauen.
An die Evan­ge­lis­che Kirche: Ver­ant­wor­tung JETZT. Protest entkrim­i­nal­isieren! Aufruf zur Demo “Gar­nisonkirche stop­pen”: Dien­stag, 7. Juni, 17 Uhr Start Am Grü­nen Git­ter 1, Frieden­skirche / Sitz des Ev. Kirchenkreis­es Potsdam 

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot