11. Mai 2010 · Quelle: Antifaschistische Aktion Bernau, Linksjugend [´solid], DOSTO

Bernau – 300 Menschen erinnern an „Tag der Befreiung“

Am 8. Mai fand das jährliche Gedenken an den „Tag der Befreiung“ statt. Der Tag ste­ht für die Kapit­u­la­tion Nazi-Deutsch­lands und das Ende des Gewaltherrschaft der Nazis in Europa. Etwa 300 Men­schen beteiligten sich an der Ver­anstal­tung, die in drei Sta­tio­nen geteilt war:

 

Am Sow­jetis­chen Ehren­mal gedacht­en die Anwe­senden den Gefall­en der Roten Armee, die im Kampf um die Befreiung von vie­len tausenden Gefan­genen, Ver­fol­gten und Unter­drück­ten ihr Leben ließen. Wie bere­its 2009 legte auch ein Vertreter der rus­sis­chen Botschaft am Ehren­mal ein Kranz nieder, um die toten Sol­dat­en zu ehren. Der deutsch-rus­sis­che Chor Kalin­ka, 2009 aus­geze­ich­net mit dem Barn­imer Kul­tur­preis, sorgte für die musikalis­che Begleitung der Ver­anstal­tung. Neben dem rus­sis­chen Mil­itärat­taché Rafael Y. Aru­tyun­yan, redet auch Dag­mar Enkel­mann (MdB DIE LINKE): Sie forderte, dass der 8. Mai als offizieller Feiertag in Deutsch­land began­gen wer­den solle. Ein Ver­such der seit Jahren auf Bun­de­sebene von CDU/ CSU block­iert wird.

 

An der zweit­en Sta­tion, am Deser­teur­denkmal auf der gegenüber­liegen­den Straßen­seite, forderten Vertreter_innen der evan­ge­lis­chen Jugen­dar­beit und dem Bernauer Net­zw­erk für Tol­er­anz und Weltof­fen­heit in ver­schiede­nen Beiträ­gen: „Sag Nein! zu Krieg und Gewalt“. „Nie wieder Faschis­mus, Nie wieder Krieg!“, mah­nte eine der Mitwirk­enden. Auch hier wur­den Blu­men niedergelegt für die vie­len Toten, die durch Nazi-Gewalt und Krieg ihr Leben ließen.

 

Als Abschluss fand auf dem Bernauer Mark­t­platz ein Festessen statt. Organ­isiert wurde dies von der Linksju­gend [´sol­id], der Antifaschis­tis­chen Aktion Bernau und dem Jugendtr­e­ff DOSTO. „Wir wollen an dem Tag den Mil­lio­nen Men­schen gedenken, die durch die Kriegs‑, Besatzung- und Ver­nich­tungspoli­tik der Nazis gefoltert wur­den, unter Zwangsar­beit lit­ten und ihr Leben ver­loren haben. Gle­ichzeit­ig stellt dieser Tag für Mil­lio­nen von Ver­fol­gten und Opfern – ob KZ-Häftlinge, Widerstandkämpfer_innen, Zwangsarbeiter_innen und andere „Feinde“ – die Befreiung von der Bar­barei der Nazis und ihrer Unter­stützer dar.“ hieß es im Aufruf.

 

Auch 65. Jahren nach der Befreiung vom Nation­al­sozial­is­mus, sind Anti­semitismus, Ras­sis­mus und Neon­azis­mus offen und latent in der Gesellschaft ver­bre­it­et.“ heißt es weiter.

In diesem Sinne ruft das Bünd­nis “Nie­mand ist vergessen!” für dem 23. Mai zur Gedenkdemon­stra­tion nach Berlin- Buch (nahe Bernau) aus. Anlass ist der 10. Todestag von Dieter Eich, der am 25. Mai 2000 von Nazis ermordet wurde.

 

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