28. Februar 2003 · Quelle: Opferperspektive

Berufungsverhandlung gegen Wittstocker Rechte

Beru­fungsver­hand­lung gegen eine gewalt­tätige Gruppe von Recht­sex­trem­is­ten aus Wittstock
Vor dem Landgericht Neu­rup­pin find­et am Don­ner­stag, den 27.2.03 sowie am 6. 3. 03, um jew­eils 9 Uhr im Saal 2, die Beru­fungsver­hand­lung gegen vier bekan­nte recht­sex­treme Täter aus Witt­stock statt. 

Am 20.05.01 stürmten die Recht­sex­tremen mit den Worten “Wo ist der Neger?” eine Witt­stock­er Woh­nung. Der schwarze- deutsche Jugendliche Manuel G., der sich dort bei seinem Fre­und aufhielt, ret­tete sich vor den Ver­fol­gern auf den nach­bar­lichen Balkon und ver­steck­te sich. Als er dort von den mask­ierten Angreifern ent­deckt wurde, seilte er sich vom Vierten auf einen Balkon in den zweit­en Stock, von dem er jedoch abstürzte und sich ver­let­zte. Der Woh­nungsin­hab­er wurde während­dessen auf das Bett gewor­fen, geschla­gen und dort festgehalten. 

Das Amts­gericht Neu­rup­pin verurteilte zwei der stadt­bekan­nten Recht­sex­tremen wegen gemein­schaftlich­er Kör­per­ver­let­zung und Haus­friedens­bruch zu Haft­strafen von jew­eils einem Jahr und sechs Monat­en, sowie zu einem Jahr und drei Monat­en. Ein Täter wurde auf­grund des zusät­zlichen Besitzes von einem Schla­gring zu einem Jahr und einem Monat verurteilt. Freige­sprochen wurde damals der Angeklagte Sven K., weil ihm nicht zweifels­frei nachgewiesen wer­den kon­nte, dass er sich an der Tag beteiligt hatte. 

Die drei Verurteil­ten, sowie die Staat­san­waltschaft legten gegen das Urteil Beru­fung ein.

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