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BesetzerInnen kämpfen weiter

Quelle: Inforiot

Foto: Juri Eber, www.agentur-ahron.de

INFORIOT Rund 120 Menschen haben am Samstag Abend für ein alternatives, antifaschistisches Jugendzentrum in Hennigsdorf demonstriert. Die Aktion konnte erst verspätet beginnen, da die Polizei den Demozug nicht losziehen lassen wollte – sie störte sich an “zu langen” Seitentransparenten. Vom Bahnhof aus ging die Demonstration durch das Stadtgebiet. Vor dem Neonazi-Ladengeschäft “On The Streets” gab es eine Zwischenkundgebung, während der auf die Probleme mit der örtlichen rechten Szene aufmerksam gemacht wurde.

“Wir nehmen uns, was uns zusteht! Linke Freiräume schaffen” war das zentrale Motto der Demo, die die Hennigsdorfer Antifaschistische Initiative (HAI) organisiert hatte. Für antifaschistische, nichtkommerzielle Kultur sei in Hennigsdorf bislang kein Raum vorhanden. Ein selbstverwaltetes Jugendzentrum für ein alternatives Publikum sei darum dringend notwendig, hieß es in Redebeiträgen. In der kommenden Woche soll es ein neuerliches Treffen zwischen Stadtoffiziellen und Jugendlichen geben, um über ein solches Zentrum ins Gespräch zu kommen.

Von PassantInnen gab es für die recht lautstarke und kämpferische Demonstration größtenteils positive Reaktionen. Die Forderung nach einem Jugendzentrum stieß auf Verständnis. Teilweise gab es allerdings auch Pöbeleien von Balkonen herab. Die Polizei nahm indes mindestens einen Demonstranten fest, berichten BeobachterInnen – der Grund hierfür ist unklar.

Am 11. Juli hatte die HAI die “Alte Wäscherei”, eine seit Jahren leer stehende Baracke, besetzt, um dort das geforderte Jugendzentrum einzurichten. Die Polizei räumte das besetzte Haus rund eine Woche später. Am Abend nach der Räumung hatten etwa 50 Menschen bei einer spontanen Solidaritätsdemonstration gegen die Polizeiaktion protestiert.

Weitere Infos zum Thema gibt es auf einer Sonderseite bei Inforiot.

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