29. Juli 2007 · Quelle: Inforiot

BesetzerInnen kämpfen weiter

Foto: Juri Eber, www.agentur-ahron.de

INFORIOT Rund 120 Men­schen haben am Sam­stag Abend für ein alter­na­tives, antifaschis­tis­ches Jugendzen­trum in Hen­nigs­dorf demon­stri­ert. Die Aktion kon­nte erst ver­spätet begin­nen, da die Polizei den Demozug nicht losziehen lassen wollte — sie störte sich an “zu lan­gen” Seit­en­trans­par­enten. Vom Bahn­hof aus ging die Demon­stra­tion durch das Stadt­ge­bi­et. Vor dem Neon­azi-Ladengeschäft “On The Streets” gab es eine Zwis­chenkundge­bung, während der auf die Prob­leme mit der örtlichen recht­en Szene aufmerk­sam gemacht wurde.

“Wir nehmen uns, was uns zuste­ht! Linke Freiräume schaf­fen” war das zen­trale Mot­to der Demo, die die Hen­nigs­dor­fer Antifaschis­tis­che Ini­tia­tive (HAI) organ­isiert hat­te. Für antifaschis­tis­che, nichtkom­merzielle Kul­tur sei in Hen­nigs­dorf bis­lang kein Raum vorhan­den. Ein selb­stver­wal­tetes Jugendzen­trum für ein alter­na­tives Pub­likum sei darum drin­gend notwendig, hieß es in Rede­beiträ­gen. In der kom­menden Woche soll es ein neuer­lich­es Tre­f­fen zwis­chen Stadtof­fiziellen und Jugendlichen geben, um über ein solch­es Zen­trum ins Gespräch zu kom­men.

Von Pas­san­tInnen gab es für die recht laut­starke und kämpferische Demon­stra­tion größ­ten­teils pos­i­tive Reak­tio­nen. Die Forderung nach einem Jugendzen­trum stieß auf Ver­ständ­nis. Teil­weise gab es allerd­ings auch Pöbeleien von Balko­nen herab. Die Polizei nahm indes min­destens einen Demon­stran­ten fest, bericht­en Beobach­terIn­nen — der Grund hier­für ist unklar.

Am 11. Juli hat­te die HAI die “Alte Wäscherei”, eine seit Jahren leer ste­hende Baracke, beset­zt, um dort das geforderte Jugendzen­trum einzuricht­en. Die Polizei räumte das beset­zte Haus rund eine Woche später. Am Abend nach der Räu­mung hat­ten etwa 50 Men­schen bei ein­er spon­ta­nen Sol­i­dar­itäts­demon­stra­tion gegen die Polizeiak­tion protestiert.

Weit­ere Infos zum The­ma gibt es auf ein­er Son­der­seite bei Infori­ot.

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