13. März 2004 · Quelle: MAZ

Besinnung auf die Toleranz

Die Woche der Brüder­lichkeit find­et bun­desweit vom 15. bis 21. März statt.
Das Jahres­the­ma lautet dies­mal “Ver­ant­wor­tung: ich, du, wir”. Miteinbezogen
ist der 21. März, der Inter­na­tionale Tag zur Über­win­dung von Ras­sis­mus. Am
15. März um 18 Uhr erfol­gt im Ple­narsaal des Land­tages die feierliche
Eröff­nung der Woche im Land Bran­den­burg. Fes­tred­ner ist der Rab­bin­er Walter
Homol­ka, Rek­tor des Abra­ham Geiger Kol­legs an der Uni­ver­sität Potsdam. 

Ini­tia­tor der Woche in Pots­dam ist seit eini­gen Jahren die vor zehn Jahren
gegrün­dete Gesellschaft für Christlich-Jüdis­che Zusam­me­nar­beit e.V.. “Wir
wollen uns ein­mal mehr auf die Tol­er­anz besin­nen und das friedliche
Miteinan­der der Men­schen fördern, unab­hängig von der Reli­gion”, sagte
Vor­sitzen­der Hans-Jür­gen Schulze-Eggert gestern vor Jour­nal­is­ten. Die
Gesellschaft habe 45 Mit­glieder, küm­mere sich um die Ver­ständi­gung zwischen
den Men­schen und unter­stützt die Jüdis­che Gemeinde. 

Zum The­ma “Zusam­men­leben in Pots­dam” laden die Gesellschaft und die
Aus­län­der­beauf­tragte Mag­dol­na Gras­nick am 18. März um 19 Uhr zu einer
Podi­ums­diskus­sion in das Gemein­de­haus Kiezs­traße 10 anlässlich des
Anti­ras­sis­mustages am 21. März ein. Neben anderen nimmt Michael Shvarts als
Vor­sitzen­der der Jüdis­chen Gemeinde Pots­dam e.V. teil. Am 17. März um 19.30
Uhr lädt der Vere­in “Begeg­nung, Dia­log, Tol­er­anz” zum Inter­re­ligiösen Dialog
ins “al globe”, Char­lot­ten­straße 31. The­ma des Abends: In der Reli­gion gibt
es keinen Zwang. 

Die ersten Gesellschaften für Christlich-Jüdis­che Zusam­me­nar­beit wur­den nach
dem Zweit­en Weltkrieg in der Bun­desre­pub­lik gegrün­det. Fed­er­führend beim
Auf­bau waren Mitar­beit­er der amerikanis­chen Besatzungs­macht. Heute gibt es
83 lokale und regionale Gesellschaften in Deutschland.Seit 1952 findet
jährlich im März die Woche der Brüder­lichkeit statt. 

Den 21. März hat­te die Uno 1966 zum Anti­ras­sis­mustag erhoben im Gedenken an
die Opfer eines friedlichen Auf­s­tandes Schwarz­er gegen das Pass­ge­setz am 21.
3. 1960 in Südafri­ka. Er wurde von den weißen Machthabern blutig
niedergeschlagen.

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