13. März 2004 · Quelle: MAZ

Demo und Rock gegen Rechts

ORANIENBURG — “Nur, wer sich bemerk­bar macht, kann etwas verän­dern”, blickt
Minette von Krosigk auf die Wochen voller Engage­ment im Kampf um den Erhalt
des Oranien­burg­er Runge-Gym­na­si­ums zurück. Und diese vielschichtige
Unter­stützung, diesen gemein­samen Blick über den Teller­rand hin­aus, weg von
der eige­nen Nabelschau — all das wün­scht sie sich in diesem Jahr auch für
die Ver­anstal­tun­gen rund um den inter­na­tionalen Anti­ras­sis­mustag 2004.

Wichtig­ster Ter­min: die Anti­ras­sis­mus­de­mo am Sonnabend, 20. März, durch die
Stadt. Sie wird um 14 Uhr in der Gedenkstätte Sach­sen­hausen begin­nen mit der
Begrüßung vor dem Neuen Muse­um durch Moni­ka Knop, stel­lvertre­tende Lei­t­erin
der Gedenkstätte, und Eber­hard Zas­trau vom Ver­band der Les­ben und Schwulen
in Deutsch­land. Danach macht sich der Zug auf dem Weg durch Oranien­burg,
vor­bei am Bahn­hof bis zum Park­platz in der Post­straße nahe des Gedenksteins
für die Opfer der Reich­skristall­nacht.

Die Abschlusskundge­bung ist für 16 Uhr vorge­se­hen. Musikalisch wer­den den
bun­ten Zug die Per­cus­sion­grup­pen der Kreis­musikschule und des
Runge-Gym­na­si­ums zusam­men mit den Musik­ern von “Jaz­zkom­plott” begleit­en.

Zu einem Gespräch mit der Fil­mau­torin Melanie Spit­ta und Regis­seurin Kathrin
Sey­bold über den Streifen “Das Falsche Wort” lädt Minette von Krosigk für
das Forum gegen Ras­sis­mus und rechte Gewalt am Fre­itag, 26. März, ein. Ab 19
Uhr läuft der Film im Regine-Hilde­brandt-Haus. Der 1987 fer­tig gestellte
Film zeigt zum ersten Mal zusam­men­hän­gend und ergreifend die Ver­fol­gung der
deutschen Zige­uner in der Naz­izeit, aus der Sicht der Sinte erzählt.

Mit einem Rock­konz­ert find­en die Anti­ras­sis­mustage 2004 am Sonnabend, 27.
März, ihren Abschluss. Wie immer wird im Friedrich-Wolf-Haus in Lehnitz
gerockt “gegen Rechts”. Ab 20 Uhr an diesem Abend auf der Bühne dabei: SO
JA, Sun Fuck­ing Ocean, Dawn und Radi­um 3000.

“In der derzeit­i­gen Umbruch­phase wird es nicht bess­er, wenn wir nur in den
vier Wän­den ver­har­ren und meck­ern”, so Minette von Krosigk, “lasst uns auf
die Straße gehen und unsere Sor­gen und Wün­sche laut verkün­den”, fordert sie
auf.

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