29. Januar 2005 · Quelle: MOZ

Bewegendes Gedenken

Rüder­s­dorf (Iv./MOZ) Mit ein­er sehr per­sön­lich gehal­te­nen und bewe­gen­den Ver­anstal­tung auf dem Fried­hof neben der Kalk­berg­er Kirche gedacht­en gestern Nach­mit­tag Rüder­s­dor­fer der Holo­caust-Opfer. Bürg­er­meis­ter André Schaller hat­te dazu ein­ge­laden. Ilse Panz­er (83) sprach über ihren Vater Willi Skami­ra, der am 22. Ja­nuar 1945 von den Nazis mit dem Fall­beil hin­gerichtet wor­den war. “Wir ste­hen hier am Mah­n­mal nicht in Nos­tal­gie ver­sunken”, sagte sie, obwohl die Ereignisse von vor 60 Jahren noch immer frisch im Gedächt­nis seien. “Wir müssen heute Antworten für die Jugend haben, die fragt: Wie kon­nte es 1933 dazu kom­men?”, mah­nte sie. 

Der Gedenkstein auf dem Kalk­berg­er Fried­hof, neben dem im Sep­tem­ber 1945 die Urne von Skami­ra beige­set­zt wor­den war, trägt auch eine franzö­sis­che Auf­schrift. Damals: Ein franzö­sis­ch­er Gefan­gener hat­te im Bran­den­burg­er Zuchthaus für Willi Skami­ra Tabak gesam­melt — eine Fre­und­schaft­stat. Heute: “Mit der Städtepart­ner­schaft mit Pier­refitte haben wir auch auf kom­mu­naler Ebene zur Fre­und­schaft gefun­den”, sagte Ilse Panz­er und berichtete von einem Erleb­nis zum dor­ti­gen 60. Jahrestag der Befreiung, als sie eine neue Fre­undin fand. “Die inter­na­tionale Sol­i­dar­ität ist das Band von gestern und heute. Der Krieg hat­te unsere Völk­er ver­fein­det, heute sind wir Freunde.”

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