6. September 2005 · Quelle: Grüne Brandenburg

Bleiberecht für Familie Kutlu aus Neuruppin

Zur dro­hen­den Abschiebung der Neu­rup­pin­er Fam­i­lie Kut­lu in die Türkei sagt Cor­nelia
Behm, Bun­destagsab­ge­ord­nete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-NEN aus Bran­den­burg:

“Die Bran­den­burg­er Prax­is, poli­tis­che Flüchtlinge, die auf medi­zinis­che Ver­sorgung
bei uns angewiesen und seit Jahren fest in Deutsch­land integ-riert sind,
abzuschieben, ist unter human­itären Gesicht­spunk­ten durch nichts zu recht­fer­ti­gen.

Nach­dem die Härte­fal­lkom­mis­sion seit einem hal­ben Jahr beste­ht, zeigt sich nun, dass
sie ihren Namen in kein­er Weise ver­di­ent. Das vom Innen­min­iste-rium erar­beit­ete
Regel­w­erk erweist sich als eine Verord­nung zur Ver­hinde-rung von
Härte­fal­lan­erken­nun­gen in Bran­den­burg. Diese unmen­schliche Prax­is muss sofort
been­det wer­den.

Fam­i­lie Kut­lu aus Neu­rup­pin ist der jüng­ste bekan­nt gewor­dene Fall in ein­er ganzen
Rei­he entsprechend unmen­schlich­er Entschei­dun­gen. Die Fam­i­lie lebt seit 9 Jahren in
Deutsch­land, hat Arbeit und ist voll­ständig inte­gri­ert. Fat­ma (Mut­ter) und Mehmet
Kut­lu (ein­er der bei­den Söhne) sind schw­er trau­ma­tisiert und auf medi­zinis­che Hil­fe
bei uns angewiesen. Darüber hin-aus ist es unver­ant­wortlich, die Kinder, die hier
aufgewach­sen sind, aus ih-rem Schu­lum­feld zu reißen.

Ich fordere den Lan­drat, Her­rn Gilde und die Aus­län­der­be­hörde des Land-kreis­es
Ost­prig­nitz-Rup­pin deshalb drin­gend auf, der Fam­i­lie Kut­lu ein bleiberecht aus
human­itären Grün­den zu gewähren.”

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