27. Mai 2004 · Quelle: Ruppiner Anzeiger / BM / MAZ

BNO: Früher NPD-Kreisvorsitzender versammelt gewaltbereites Potenzial um sich

(Rup­pin­er Anzeiger) OSTPRIGNITZ-RUPPIN Nach der Spal­tung von Bran­den­burgs NPD befürcht­en Experten eine Radikalisierung der recht­en Szene. Die nach der Auflö­sung des NPD-Kreisver­ban­des Prig­nitz-Rup­pin im Feb­ru­ar gegrün­dete „Bewe­gung neuer Ord­nung“ (BNO) ist laut Mobilem Beratung­steam (MBT) eine „gefährliche und sehr aktive Bande“. Der BNO wurde bis­lang auch der Witt­stock­er Stadtverord­nete Matthias Wirth zuge­ord­net, der für die NPD ange­treten war. Zum 8.Mai trat er aber in Witt­stock als Ver­ant­wortlich­er eines vom „Bund Nationaler Sozial­is­ten“ verteil­ten recht­sradikalen Flug­blatts in Erscheinung. 

Das MBT set­zt sich seit Jahren mit recht­sex­tremen Entwick­lun­gen in der Mark auseinan­der. In der neuen Gruppe BNO ver­sam­melt sich auch gewalt­bere­ites Klien­tel, wie Sicher­heit­skreise betonen. 

Die BNO, die von bun­desweit­em Auftreten träumt, wird vom ehe­ma­li­gen NPD-Lan­des- und Kreisvor­sitzen­den, dem Prig­nitzer Kreistagsab­ge­ord­neten Mario Schulz ange­führt. An ihrer Grün­dung waren nach Angaben aus Sicher­heit­skreisen etwa 100 Neon­azis beteiligt. Nach Ein­schätzung des Mobilen Beratung­steams hat die Split­ter­gruppe ein „rev­o­lu­tionäres Selb­stver­ständ­nis“. Sie sei „völkisch und frem­den­feindlich“, in ihrem Pro­gramm wim­mele es von aus­län­der­feindlichen und nation­al­is­tis­chen Parolen der NSDAP

„Kampf in der Nazi-Struktur“ 

Gefährlich­er NPD-Nachfolger

(Rup­pin­er Anzeiger) WITTSTOCK In der Witt­stock­er Stadtverord­neten­ver­samm­lung ist der einst für die NPD ange­tretene Matthias Wirth bis­lang vor allem durch sein Schweigen in Erschei­n­ung getreten. Auf­se­hen erregte er aber durch sein recht­sradikales Flug­blatt, das zum 8. Mai in Neu­rup­pin und Witt­stock verteilt wurde. Die PDS erstat­tete Anzeige wegen Volksver­het­zung. Her­aus­ge­ber ist der „Bund Nationaler Sozial­is­ten“, Wirth fungiert als
Verantwortlicher. 

Unter dem Namen „Bund Nationaler Sozial­is­ten“ hat der Prig­nitzer Mario Schulz bere­its mehrere Ver­anstal­tun­gen angemeldet. Schulz ist Vor­sitzen­der der „Bewe­gung neuer Ord­nung“ (BNO). Die BNO wurde im Feb­ru­ar gegrün­det, nach dem sich der NPD-Lan­desver­band aufgelöst hatte. 

Vor­ange­gan­gen war der Aus­tritt fast aller Mit­glieder des Kreisver­ban­des Prig­nitz-Rup­pin. Kreis- und Lan­desvor­sitzen­der war mario Schulz. Ken­ner der recht­sex­tremen Szene in Bran­den­burg weisen zwar daraufhin, dass die Anhänger der Vere­ini­gung um ein angepasstes Auftreten bemüht seien. Sie war­nen jedoch zu gle­ich davor, dass diese Neon­azis unter anderem Aufrufe zu Gewalt gegen Linke und Aus­län­der unter­stützen kön­nten. Derzeit gist es den Fach­leuten vom mobilen Beratung­steam zufolge Hin­weise auf Aktiv­itäten, die auf einen „Kampf in der Nazi-Struk­tur in Bran­den­burg“ schließen lassen. So wür­den bei der BNO neue Struk­turen aufge­baut beziehungsweise vorhan­dene ver­net­zt sowie Strate­gien ent­wor­fen. Mit denen sollen auch ent­täuschte, aggres­sive NPD-Anhänger und die Kam­er­ad­schaftsszene geködert wer­den. Im Nor­den und West­en Bran­den­burgs seinen zur Mit­glieder­wer­bung mehrere Pam­phlete aufge­taucht. Sicher­heit­skreise hal­ten die Grup­pierun­gen zwar für gefährlich, sie rech­nen jedoch nicht damit, dass die BNO über das Verteilen von Flug­blät­tern und das Anmelden von Demon­stra­tio­nen hin­aus in der Mark Fuß fassen wird. Dafür beste­he noch ein zu krass­er Wider­spruch zwis­chen Ankündi­gung und fähigkeiten. 

Rechte Szene spal­tet sich

Mehrere Aussteiger — Gefahr der Radikalisierung

(BM) Pots­dam — Die recht­sex­treme Szene in Bran­den­burg ist in Bewe­gung geraten.
Auf der einen Seite zeigen sich Ver­fas­sungss­chützer mit den bisherigen
Ergeb­nis­sen des Aussteiger­pro­gramms für Recht­sex­trem­is­ten zufrieden. Mehrere
junge “Nach­wuch­skräfte” hät­ten seit Beginn des Pro­gramms im Jahr 2001 aus
der Szene her­aus­gelöst wer­den kön­nen, sagte gestern der Leit­er des
Lan­desver­fas­sungss­chutzes, Hein­er Wegesin. Zahlen wollte er nicht nennen,
aber er betonte, die Resul­tate kön­nten sich “sehen lassen”. Ideologisch
gefes­tigte Führungsper­so­n­en seien jedoch nicht erre­icht wor­den, räumte er
ein. 

Ander­er­seits rech­nen Extrem­is­mus-Experten nach der Spal­tung von Brandenburgs
NPD mit ein­er Radikalisierung der Szene. Die nach der Auflö­sung des
NPD-Kreisver­bands Prig­nitz-Rup­pin im Feb­ru­ar in Vetschau gegründete
“Bewe­gung neue Ord­nung” (BNO) ist nach Mei­n­ung von Fach­leuten des Mobilen
Beratung­steams (MBT) eine “gefährliche und sehr aktive Bande”. Das MBT setzt
sich seit Jahren mit recht­sex­tremen Entwick­lun­gen in der Mark auseinander.
In der neuen Gruppe ver­sam­melt sich auch eine gewalt­bere­ite Klientel,
beto­nen Sicherheitskreise. 

Die BNO wird vom ehe­ma­li­gen NPD-Lan­desvor­sitzen­den Mario Schulz angeführt.
An ihrer Grün­dung waren nach Angaben aus Sicher­heit­skreisen etwa 100
Neon­azis beteiligt. Als Anlass für die Abspal­tung gilt die geplante Öffnung
der NPD für Aus­län­der. Nach Ein­schätzung des Mobilen Beratung­steams hat die
Split­ter­gruppe ein “rev­o­lu­tionäres Selb­stver­ständ­nis”. Sie sei “völkisch und
fremdenfeindlich”. 

Ken­ner der recht­sex­tremen Szene in Bran­den­burg weisen darauf hin, dass die
Anhänger der Vere­ini­gung um ein angepasstes Auftreten bemüht seien.
Sicher­heit­skreise hal­ten sie zwar für gefährlich, sie rech­nen jedoch nicht
damit, dass die BNO über das Verteilen von Flug­blät­tern und das Anmelden von
Demon­stra­tio­nen hin­aus in der Mark als feste Organ­i­sa­tion Fuß fassen wird. 

Radikalisierung bei Rechtsextremen

Experten war­nen vor neuer Gruppierung

(MAZ, Gün­ter Brügge­mann) POTSDAM Nach der Spal­tung von Bran­den­burgs NPD befürcht­en Experten eine
Radikalisierung der recht­sex­tremen Szene. Die nach der Auflö­sung des
NPD-Kreisver­bands Prig­nitz-Rup­pin im Feb­ru­ar in Vetschau gegründete
“Bewe­gung neue Ord­nung” (BNO) ist nach Mei­n­ung von Fach­leuten des Mobilen
Beratung­steams (MBT) eine “gefährliche und sehr aktive Bande”. In der Gruppe
ver­samm­le sich auch gewalt­bere­ites Klientel. 

Die BNO, die von bun­desweit­em Auftreten träumt, wird vom ehemaligen
NPD-Lan­desvor­sitzen­den Mario Schulz ange­führt. An ihrer Grün­dung sollen etwa
100 Neon­azis beteiligt gewe­sen sein. Als Anlass für die Abspal­tung gilt die
geplante Öff­nung der NPD für Aus­län­der. Nach Ein­schätzung des Mobilen
Beratung­steams hat die Split­ter­gruppe ein “rev­o­lu­tionäres
Selb­stver­ständ­nis”. Sie sei “völkisch und frem­den­feindlich”, in ihrem
“Pro­gramm” wim­mele es von aus­län­der­feindlichen und nation­al­is­tis­chen Parolen
der NSDAP

Ken­ner der recht­sex­tremen Szene in Bran­den­burg weisen zwar darauf hin, dass
die Anhänger der Vere­ini­gung um ein angepasstes Auftreten bemüht seien. Sie
war­nen jedoch zugle­ich davor, dass diese Neon­azis unter anderem Aufrufe zu
Gewalt gegen Linke und Aus­län­der unter­stützen kön­nten. Die BNO baue
Struk­turen auf, mit denen auch ent­täuschte, aggres­sive NPD-Anhänger und
Leute aus der Kam­er­ad­schaftsszene geködert wer­den sollen. Im Nor­den und
West­en Bran­den­burgs seien zur Mit­glieder­wer­bung mehrere Pamphlete
aufgetaucht. 

Sicher­heit­skreise hal­ten die Grup­pierung zwar für gefährlich, sie rechnen
jedoch nicht damit, dass die BNO über das Verteilen von Flug­blät­tern und das
Anmelden von Demon­stra­tio­nen hin­aus in der Mark als feste Organ­i­sa­tion Fuß
fassen wird. Dafür beste­he ein zu krass­er Wider­spruch zwis­chen vollmundigen
Ankündi­gun­gen und tat­säch­lichen Fähigkeiten.

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