29. Dezember 2004 · Quelle: MAZ

Bombendrohung gegen Paaschen

Mit ein­er Bomben­dro­hung sieht sich CDU-Frak­tion­schef Wal­ter Paaschen kon­fron­tiert. Am 23. Dezem­ber sei in der Stadtver­wal­tung ein an ihn adressiert­er Brief einge­gan­gen, zusam­men mit anderen habe er diesen am Mon­tag nach Zustel­lung geöffnet, sagte der Kom­mu­nalpoli­tik­er auf Anfrage des Stadtkuri­ers. Der Text wurde mit aus der Zeitung aus­geschnit­te­nen Über­schriften­frag­menten — unter anderem aus der MAZ- und hand­schriftlichen Bemerkun­gen in extremen Schnörkeln for­muliert. “Moment mal! Wal­ter Paaschen. Eine Frage der Zeit. Stürzt Tie­mann. Lebenslange Haft­strafe”, ist zu lesen. Ange­fügt ist die Dro­hung: “Du hast kein Recht zu leben als Ver­räter. Bombe detoniert 26.01.05 CDU + NSDAP”. Daneben ist ein gekritzeltes Gal­gen­män­nchen zu sehen. 

Auf der Rück­seite ist eine Karte mit Rosen­mo­tiv sowie der Refrain eines ver­ton­ten Gedicht­es von Diet­rich Bon­ho­ef­fer: “Von guten Mächt­en wun­der­bar gebor­gen erwarten wir get­rost, was kom­men mag. Gott ist bei uns am Abend und am Mor­gen und ganz gewiß an jedem neuen Tag.” 

Paaschen stellte noch am Mon­tag Strafanzeige bei der Polizei. Bear­beit­et wird der Vor­gang im Jugend­kom­mis­sari­at. “Wir nehmen die Sache ernst, aber der Absender scheint kein Profi zu sein. Wir haben mit Her­rn Paaschen ein län­geres Gespräch geführt”, sagte gestern ein Ermit­tler der Polizei. 

Der CDU-Poli­tik­er hält die neuer­liche Dro­hung für “keinen Zufall”. Es sei bere­its die dritte Bomben­dro­hung gegen CDU-Mitglieder. 

Die ersten bei­den hat­te es am Wahlabend sowie am Tag der Amt­se­in­führung von Ober­bürg­er­meis­terin Dietlind Tie­mann (CDU) gegeben. Nach Angaben der Staat­san­waltschaft Pots­dam sind die Dro­hun­gen bis­lang nicht rest­los aufgek­lärt worden. 

Zudem gab es in let­zter Zeit erhe­bliche Schmier­ereien an dem Haus Rit­ter­straße 95, in dem unsere Geschäft­sräume des CDU-Kreisver­ban­des unterge­bracht sind”, beklagt Paaschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Pots­dam — Die Demon­stra­tion am 3.1. richtet sich gegen eine Coro­n­apoli­tik die Prof­it­in­ter­essen vor effek­tiv­er Pan­demiebekämp­fung stellt und gegen die Proteste von Coronaleugner*innen, Nazis und Ver­schwörungs­gläu­bi­gen am Montagabend. 
Am let­zten Mon­tag waren in Pots­dam über 700 Men­schen auf der Straße, ohne sich und andere vor dem Coro­n­avirus zu schützen. Unter den Teilnehmer*innen waren nicht Spaziergänger*innen, son­dern Coronaleugner*innen, Verschwörungs-ideolog*innen.
Anlässlich des “Inter­na­tionalen Tages der Migrant:innen” und in Anlehnung an die Kam­pagne #Grue­nes­Licht­Fuer­Auf­nahme rufen die  Ini­tia­tiv­en “Women in Exile”, “Pots­dam Kon­voi” und die “See­brücke  Pots­dam” zu ein­er Demon­stra­tion auf.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot