14. August 2003 · Quelle: RBB

Bombodrom”: Verteidigungsministerium verschiebt nach Erörterung Tiefflüge

Das Bun­desvertei­di­gungsmin­is­teri­um hat die geplanten Tief­flüge über dem umstrit­te­nen Bomben­ab­wurf­platz bei Witt­stock (Ost­prig­nitz-Rup­pin) ver­schoben.

 

Dies ist das Ergeb­nis ein­er Erörterung beim Ver­wal­tungs­gericht Pots­dam vom Don­ner­stag. Ursprünglich soll­ten die Übungs­flüge über dem “Bom­bo­drom” am Mon­tag (18. August) begin­nen. Das Min­is­teri­um werde nun die im Eil­ver­fahren getrof­fe­nen Entschei­dun­gen des Gerichts über vier einst­weilige Rechtss­chutzanträge abwarten, sagte Gerichtssprecherin Katrin Fis­ch­er-Krüger. Sie stellte diese Entschei­dun­gen bis zum 30. Sep­tem­ber in Aus­sicht. Vor­erst werde “alles so bleiben, wie es ist”.

 

Die Geg­n­er des Mil­itär­be­triebes sprachen von einem wichti­gen Etap­pen­sieg. “Der Ver­such der Bun­deswehr, durch eine sofor­tige Auf­nahme des Tief­flug­be­triebes vol­len­dete Tat­sachen zu schaf­fen und den Rechtss­chutz der Betrof­fe­nen zu vere­it­eln, ist gescheit­ert.” Jegliche Nutzung des “Bom­bo­droms” durch die Bun­deswehr sei weit­er­hin unzuläs­sig.

 

Am 11. August hat­te Vertei­di­gungsmin­is­ter Peter Struck (SPD) entsch­ieden, den einen Monat vorher erteil­ten Genehmi­gungs­bescheid für das rund 12.000 Hek­tar große Are­al sofort zu vol­lziehen. Die Bun­deswehr brauche den schon von den rus­sis­chen Stre­itkräften genutzten Übungsplatz in der Kyritz-Rup­pin­er Hei­de für die Luft­waffe. Er sei unverzicht­bar.

 

Jährlich soll es dort etwa 1.700 Ein­sätze geben. Dage­gen laufen Anliegerge­mein­den, Touris­mus-Anbi­eter und Frieden­sak­tivis­ten Sturm. Sie protestieren gegen die ihrer Mei­n­ung nach zu erwartende Lärm­beläs­ti­gung, Umwelt­las­ten und Beein­träch­ti­gung des Frem­den­verkehrs. Einige ver­muten in dem Übungs­be­trieb auch die Vor­bere­itung von Krieg­sein­sätzen.

 

Dage­gen ver­weist das Vertei­di­gungsmin­is­teri­um darauf, dass es das Gelände so scho­nend wie möglich und außer­halb der Schulfe­rien sowie Haup­turlaub­szeit­en nutzen will.

www.freieheide.de

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