8. September 2003 · Quelle: BM / MAZ

Brandanschlag: Täter stellt sich der Polizei

(BM) Potsdam/Hennigsdorf — Der nach einem Bran­dan­schlag auf einen türkischen
Imbiss­be­trieb in Hen­nigs­dorf (Ober­hav­el) mit Haft­be­fehl gesuchte Neonazi
Karsten G. hat sich der Polizei gestellt. Der 26-Jährige sei am Samstagabend
mit einem Kof­fer bei der Polizei­wache in Hen­nigs­dorf erschienen, teilte der
stel­lvertre­tende Sprech­er des Innen­min­is­teri­ums, Wolf­gang Brandt, gestern
mit. 

Der Ex-Chef der 1997 ver­bote­nen recht­sex­trem­istis­chen “Kam­er­ad­schaft
Ober­hav­el” wurde wegen ver­sucht­en Mordes und ver­suchter schwerer
Brand­s­tiftung seit ver­gan­genem Don­ner­stag per Zielfah­n­dung gesucht. 

Bei dem Anschlag am Mittwochabend hat­te der Täter ver­sucht, zwei Brandsätze
in das Innere des Imbiss­be­triebes zu schleud­ern. Bei­de prall­ten aber ab und
bran­nten auf der Straße aus. Von den fünf Men­schen, die sich zu diesem
Zeit­punkt im Imbiss aufhiel­ten, wurde nie­mand ver­let­zt. Es ent­stand geringer
Sachschaden. 

Die Per­son­alien des ein­schlägig bekan­nten Neon­azis waren bere­its am
Nach­mit­tag in dem Imbiss aufgenom­men wor­den. Dort hat­te der 26-Jährige
ran­daliert und einen Gast mit einem Faustschlag attack­iert. Der Wirt setzte
den Mann daraufhin vor die Türe und rief die Polizei. Als der Neon­azi am
Abend mit zwei Brand­flaschen wiederkam, wurde er von Gästen sofort wieder
erkannt. 

Hen­nigs­dorf: Fah­n­dung nach Bran­dan­schlag erfolgreich

(MAZ) Nach dem Bran­dan­schlag am ver­gan­genen Mittwochabend auf einen türkischen
Imbiss­stand in Hen­nigs­dorf kon­nte die Ermit­tlungs­gruppe der Polizei ihre
Fah­n­dungs­maß­nah­men nach dem drin­gend Tatverdächti­gen erfol­gre­ich beenden.
Vor dem unmit­tel­bar bevorste­hen­den Zugriff der Polizei, stellte sich der
gesuchte Tatverdächtige Karsten Giese selb­st. Das Amts­gericht Oranienburg
hat Haft­be­fehl wegen ver­sucht­en Mordes und ver­suchter schw­er­er Brandstiftung
erlassen. Bei dem ver­hafteten Karsten Giese han­delt es sich um den
ehe­ma­li­gen Vor­sitzen­den der im August 1997 durch den brandenburgischen
Innen­min­is­ter ver­bote­nen recht­sex­trem­istis­chen Organ­i­sa­tion “Kam­er­ad­schaft
Oberhavel”.Der Pots­damer Polizeipräsi­dent Bruno Küp­per bedank­te sich für das
Engage­ment der Bürg­er, die mit ihren Hin­weisen zur Aufk­lärung dieser
men­schen­ver­ach­t­en­den Straftat beige­tra­gen haben und zeigte sich zufrieden
über den schnellen Fah­n­dungser­folg der Beamten.

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