3. Februar 2006 · Quelle: www.gentechnikfreies-brandenburg.de

Brandenburg: Aktionen gegen Genmaisanbau haben

Gen­tech­nikgeg­ner­In­nen
aus Berlin und Bran­den­burg demon­stri­erten am Dien­stag den 31. Jan­u­ar
auf einem Feld bei Straus­berg gegen den Anbau von Gen­mais in
Bran­den­burg. Ein riesiger Maiskol­ben sorgte dafür, dass die Aktion
nicht zu überse­hen war. Auf dem Feld beim Straus­berg­er Ort­steil
Ruhls­dorf plant der Geschäfts­führer der „Hohen­stein­er
Land­farm“ Jörg
Piprek den Anbau von Gen­mais. Ins­ge­samt 4 Felder mit ins­ge­samt 20
Hek­tar Fläche hat Piprek ins Stan­dortreg­is­ter ein­tra­gen lassen. Die
Felder liegen im Natur­park „Märkische Schweiz“, in einem
€päis­chen
Vogelschutzge­bi­et und in unmit­tel­bar­er Nähe zu einem Naturschutzge­bi­et
und den Feldern eines Ökobauern.

„Mit dieser Aktion haben wir die Men­schen der Umge­bung auf den
geplanten Anbau von Gen­mais hingewiesen“ sagt Thomas Janosch­ka,
Sprech­er des Aktions­bünd­niss­es für eine gen­tech­nikfreie Land­wirtschaft
in Berlin und Bran­den­burg, „die Men­schen haben ein Recht darauf zu
erfahren, wo der Gen­mais wach­sen soll.“ Detail­ge­naue Karten wer­den in
der näch­sten Woche auf der Inter­net­seite des “Barn­imer Aktions­bünd­nis
gegen Gen­tech­nik” veröf­fentlicht (www.dosto.de/gengruppe/region/).

Begleit­et wurde die Aktion von einem Fernse­hteam der ARD. Von
beson­derem Inter­esse war hier­bei die „Bantam“-Mais-Kampagne. Bun­desweit
soll in diesem Früh­jahr an 100.000 Orten gen­tech­nikfreier Süß­mais der
Sorte „Gold­en Ban­tam“ gesät wer­den — für gen­tech­nikfreie
Land­wirtschaft, Saatguterzeu­gung und Kul­turpflanzen­vielfalt. Auch in
unmit­tel­bar­er Nähe zu geplanten Gen­ma­is­feldern wird „Gold­en Ban­tam“
angepflanzt wer­den. Sollte es hier­bei zu Auskreuzun­gen des Gen­mais­es
kom­men, sind die Gen­maisan­bauer zu Schaden­er­satz­zahlun­gen verpflichtet.

Im Stan­dortreg­is­ter des Bun­de­samtes für Ver­brauch­er­schutz und
Lebens­mit­tel­sicher­heit (BVL) waren bis zum 31. Jan­u­ar etwa 860 Hek­tar
an 39 ver­schiede­nen Bran­den­burg­er Stan­dorten angemeldet. Bran­den­burg
nähme somit wie im ver­gan­genen Jahr die trau­rige Spitzen­re­it­er­rolle im
bun­desweit­en Anbau gen­tech­nisch verän­dert­er Pflanzen ein.

Das Aktions­bünd­nis für eine gen­tech­nikfreie Land­wirtschaft in Berlin
und Bran­den­burg (aglbb) set­zt sich für den Erhalt der gen­tech­nikfreien
Land­wirtschaft ein. Im Aktions­bünd­nis haben sich über 40 Organ­i­sa­tio­nen
und Unternehmen zusam­mengeschlossen. Es unter­stützt Bäuerin­nen und
Bauern bei der Grün­dung gen­tech­nikfreier Regio­nen.

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