5. Februar 2007 · Quelle: Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft

Brandenburg wieder trauriger Spitzenreiter

Pots­dam — Auf sein­er Jahresta­gung am Sam­stag in Pots­dam präsen­tierte das Aktions­bünd­nis gen­tech­nikfreie Land­wirtschaft die neuen Zahlen für den Gen­maisan­bau 2007. Von den in Deutsch­land geplanten 3.500 Hek­tar Gen­mais, sollen in Bran­den­burg 2000 Hek­tar ange­baut wer­den. „Das ist zwar eine deut­liche Steigerung zu 2006“, sagt der Press­esprech­er des Aktions­bünd­nis Thomas Janosch­ka, „aber nur etwa 1% der Maisan­bau­flächen in Bran­den­burg. Fast alle Land­wirtschaft­sun­ternehmen haben sich auch in diesem Jahr wieder für den gen­tech­nikfreien Anbau entsch­ieden.“

Bringfried Wolter, Vizepräsi­dent des Bauern­bun­des Bran­den­burg und Cor­nelia Schmidt, Sprecherin der Arbeits­ge­mein­schaft bäuer­liche Land­wirtschaft Bran­den­burg, macht­en auf der Jahresta­gung deut­lich, dass sich ihre Bauern­ver­bände ganz klar gegen den Anbau gen­ma­nip­uliert­er Pflanzen aussprechen. Auch der Vertreter des Land­wirtschaftsmin­is­teri­ums Dr. Gün­ther Häl­sig, Abteilungsleit­er Ver­brauch­er­schutz, sprach sich klar gegen den Gen­tech­nikan­bau aus und betonte, dass das auch die Auf­fas­sung des Land­wirtschaftsmin­is­ters Dr. Diet­mar Woid­ke ist.

„Wir wer­den mit den 20 Land­wirtschaft­sun­ternehmen sprechen, die den Gen­maisan­bau pla­nen und sie bit­ten auf den Anbau zu verzicht­en“, so Janosch­ka. Das Aktions­bünd­nis wird sich aber auch an die Grund­stück­seigen­tümerIn­nen wen­den, denn die kön­nen den Gen­maisan­bau auf ihren Flächen unter­sagen. Außer­dem sind Protes­tak­tio­nen geplant, so beteiligt sich das Aktions­bünd­nis an der bun­desweit­en Aktionswoche „Gen­tech­nik — bleibt uns damit vom Ack­er“ vom 5.–11. März. „Die Erfahrung der let­zten bei­den Jahre zeigt, dass unser Protest erfol­gre­ich sein kann. Sicher­lich wer­den zahlre­iche Felder vor der Aus­saat wieder abgemeldet wer­den“, sagt Janosch­ka opti­mistisch.

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