18. Februar 2014 · Quelle: Inforiot

Brandenburger NPD-Funktionäre beim „Day of Honour“ in Ungarn

Delegation aus Brandenburg und Mecklenburg marschierte zusammen mit europäischen Faschist_innen

INFORIOT Am 8. Feb­ru­ar fand in Ungarn der alljährliche „Day of Hon­our“ statt. Mehr als 200 Neon­azis aus ganz Europa zogen durch das Burgvier­tel von Budapest. Jährlich reist auch eine Del­e­ga­tion aus Deutsch­land zum Auf­marsch. Dieses Jahr mit dabei u.a. der Kreis­sprech­er der NPD Ober­hav­el Steve Schmidt, der NPD-Abge­ord­neter in Nauen Mike Schnei­der sowie das NPD-Vor­standsmit­glied aus Ober­hav­el Robert Wolin­s­ki. Die Bran­den­burg­er waren neben anderen Funk­tionären aus Meck­len­burg-Vor­pom­mern sowie Mit­gliedern der Kam­er­ad­schaft „Freies Pom­mern“ gesichtet. Der deutsch-ungarischen Watch-Blog Pusz­taranger doku­men­tiert ein Foto der deutschen Del­e­ga­tion hin­ter dem Trans­par­ent, auf welchem in deutsch­er, englis­ch­er und ungarisch­er Sprach die Parole „Sie waren Helden“ stand.

Jeden zweit­en Sonnabend im Feb­ru­ar marschieren ungarische Neon­azis im Gedenken an die „Kesselschlacht von Budapest 1945. Damals ver­sucht­en eingeschlossene Wehrma­cht­sein­heit­en und SS-Trup­pen zusam­men mit faschis­tis­chen ungarischen Ein­heit­en erfol­g­los aus einem Kessel der Roten Armee auszubrechen.

Einen Höhep­unkt hat­te der „Day of Hon­our“ 2007. Dann marschierten etwa 1000 europäis­che Neon­azis, darunter auch der dama­lige NPD-Parteivor­sitzende Udo Voigt. Ange­führt wurde der Auf­marsch dieses Jahr durch Abge­ord­nete der Neon­azi-Partei Job­bik, der drittstärk­sten Partei im ungarischen Par­la­ment. Der „Day of Hon­our“ wurde in Ver­gan­gen­heit des Öfteren durch das Neon­azi-Net­zw­erk „Blood and Hon­our“ organ­isiert. Das Net­zw­erk ist in mehreren Län­dern, darunter auch Deutsch­land, ver­boten.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Opfer­per­spek­tive – Ab sofort ist die aktu­al­isierte Ausstel­lung »Opfer rechter Gewalt seit 1990«, der Kün­st­lerin Rebec­ca Forner und dem Vere­in Opfer­per­spek­tive, auslei­h­bar.
Lausitz – Am 4. Feb­ru­ar block­ierten 23 Aktivisti Braunkohle­bag­ger im Abbauge­bi­et der bran­den­bur­gis­chen Lausitz. Mit­tler­weile sind sie den Repres­sion­sor­ga­nen aus­ge­set­zt! Wir sol­i­darisieren uns mit der Aktion und allen von Repres­sio­nen Betrof­fe­nen
Weniger Flüchtlinge in Bran­den­burg bedeuten gle­ichzeit­ig mehr Tote auf der Flucht. Der Flüchtlingsrat Bran­den­burg fordert ein Ende der men­schen­ver­ach­t­en­den und tödlichen Abschot­tungspoli­tik der Europäis­chen Union an ihr Außen­gren­zen & darüber hin­aus.

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot