28. März 2002 · Quelle: AfOrG Cottbus

Broschüre erschienen: “Wenn die Glatzen an der Ecke stehn…”

Wenn die Glatzen an der Ecke stehn. Die ver­bor­ge­nen Regeln des öffentlichen Raums”

Unter diesem Titel ist jet­zt eine Broschüre erschienen, die sich mit den Auswirkun­gen recht­sradikaler Gewalt auf den öffentlichen Raum befaßt und Gegen­strate­gien aufzeigt. In den let­zten Jahren haben die unzäh­li­gen recht­sradikalen Vor­fälle in Deutsch­land vielerorts zu ein­er dauer­haften Verän­derung des öffentlichen Raums geführt. Zwis­chen Tätern, Opfern und Unbeteiligten haben sich Ver­hal­tens­muster aus­ge­bildet, die die Frei­heit der möglichen Opfer mas­siv ein­schränken.

 

Ein Sem­i­nar an der BTU Cot­tbus im Stu­di­en­gang Architek­tur unter Leitung von Gast­pro­fes­sor Philipp Oswalt hat diese Ereignisse exem­plar­isch in der Stadt Cot­tbus für das Jahr 2000 unter­sucht, um nachzu­vol­lziehen, wie sich solche Ver­hal­tensweisen aus­bilden, welche Auswirkun­gen sie auf den Raum und seine Benutzung haben und wie solche unbe­wussten Struk­turen verän­dert wer­den kön­nen. Nach ein­er aus­führlichen Analyse schloss das Sem­i­nar mit zwei Inter­ven­tio­nen in Cot­tbus-Sach­sendorf ab, die Per­spek­tiv­en für einen anderen Umgang mit öffentlichem Raum aufzeigen und in der Broschüre doku­men­tiert sind. Eben­so wer­den konkrete Hand­lungsratschläge in Kon­flik­t­si­t­u­a­tio­nen sowie Kon­tak­tadressen für Hil­fe und Mitar­beit gegeben. Der ana­lytis­che Teil der Broschüre umfasst eine Cot­tbusser Chronik für das Jahr 2000 mit über 100 recht­sradikalen Vorkomm­nis­sen, die Ergeb­nisse ein­er Befra­gung von 60 Bürg­ern über Ihre Äng­ste im öffentlichen Raum sowie mehrere Auf­sätze, die sich mit Fra­gen des öffentlichen Raums und recht­sradikaler Gewalt befassen. Die Broschüre ent­stand in Zusam­me­nar­beit mit der Anlauf­stelle für Opfer recht­sex­tremer Gewalt und wurde von der Lan­deszen­trale für poli­tis­che Bil­dung Bran­den­burg finanziert.

 

Sie ist gegen Ein­sendung eines adressierten und mit 0,77 Euro frankierten Rück­um­schlags (DIN C5 mit der Auf­schrift Büch­ersendung) erhältlich bei unten genan­nter Adresse.

 


Anlauf­stelle für Opfer recht­sex­tremer Gewalt e.V.

Parzel­len­straße 79

03046 Cot­tbus

Fon: 0172/7585772

Fax: 0721/151221837

E‑Mail: aforg@gmx.net

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