28. Juli 2004 · Quelle: Inforiot

Broschüre gegen das Nazigedenken in Halbe

INFORIOT Die antifaschis­tis­che “Ini­tia­tive gegen das Heldenge­denken in Halbe” hat aktuell eine Broschüre 

veröf­fentlicht, in der Hin­ter­grund-Artikel über den Wald­fried­hof in Halbe und dessen Anziehungskraft auf die 

bun­desweite Neon­aziszene enthal­ten sind. Auch diesen Jahr wollen Neon­azis im Novem­ber ein “Heldenge­denken” für 

die rund 22.000 Nazi-sol­dat­en abhal­ten, die in den let­zten Tagen des zweit­en Weltkriegs rund um Halbe nicht 

kapit­ulieren woll­ten und in der Folge von der Roten Armee aufgerieben wur­den. Von antifaschis­tis­ch­er Seite sind 

Proteste gegen das Nazige­denken in Planung. 

An dieser Stelle bieten wir die 24-seit­ige Broschüre zum Down­load an — ein­mal das kom­plette Heft und dazu die 

Artikel als Einzel­dateien. Kon­takt zu den AutorIn­nen kann über die Web­seite www.redhalbe.de.vu aufgenom­men wer­den, die in den näch­sten Wochen wieder 

online geht.

Down­loads

Das ganze Heft als PDF-Datei (rund 750 Kilo­byte) gibt es hier: Down­load.

Die The­men der einzel­nen Artikel wer­den im fol­gen­den vorgestellt und die Texte eben­falls als PDF-Dateien 

bere­it­gestellt.

Gegen das Heldengedenken

… eine Informationsbroschüre

Anfang der 90er Jahre, nach Öff­nung der Mauer, wurde der Wald­fried­hof in Halbe bei Berlin zu einem Wallfahrtsort 

von alten und neuen Nazis. Höhep­unk­te waren dabei die Aufmärsche zum so genan­nten »Volk­strauertag« 1990 und 1991 

mit mehreren tausend Neon­azis und Alt­nazis. Erschreckt durch die hohe Zahl marschieren­der Recht­sex­trem­is­ten und 

ihrem mar­tialis­chen Auftreten ver­bot in den fol­gen­den Jahren die Ver­samm­lungs­be­hörde das »Heldenge­denken« in 

Halbe. Down­load

Halbe: Grab für die Vertei­di­ger des Nationalsozialismus

»Deutsche Sol­dat­en! Stellt den Wider­stand ein. Rettet
eur­er Leben für euch, eure Ange­höri­gen, für euer Volk!« Der deutsche Kom­mu­nist und Freiwillige
der Roten Armee Ste­fan Doern­berg rief dies in der Nacht vom 15. zum 16. April 1945 immer wieder durch die
Laut­sprech­er ein­er Pro­pa­gan­daabteilung der Roten Armee, die auf dem sow­jetis­chen Brück­enkopf vor den Seelower
Höhen lag. Down­load

Halbe wieder auf dem Weg zum neon­azis­tis­chen Wallfahrtsort?

Am 15.11.2003 ist es dem neon­azis­tis­chen Spek­trum der »Freien Nation­al­is­ten« und divers­er »Kam­er­ad­schaften«

gelun­gen, in Halbe den Mythos »Heldenge­denken« nach 12 Jahren mit einem soge­nan­nten Trauer­marsch wieder aufleben 

zu lassen. Down­load

»Es hat mich unglaublich erniedrigt«

Auf dem Wald­fried­hof in Halbe liegen neben den 22.000 deutschen Sol­dat­en, die im Kessel von Halbe
star­ben, auch 57 Opfer faschis­tis­ch­er deutsch­er Mil­itär­jus­tiz – Wehrma­chts­de­ser­teure. Lud­wig Bau­mann ist selbst 

1942 desertiert. Er kommt jedes Jahr nach Halbe, um der ermorde­ten Deser­teure zu gedenken. Ein Inter­view. Down­load

Nazis in Halbe Anfang der 90er

Schon kurz nach der Wende wurde Halbe zum Wall­fahrt­sort der Neonazi–Szene. Schon zu DDR Zeit­en verbrachten 

ost­deutsche Neon­azis ihre Woch­enen­den damit, in der Region um Halbe nach Waf­fen und alten Orden zu bud­deln. Nach
der so genan­nten Wiedervere­ini­gung dien­ten alte Bunker in der Region als Orte für Wehrsportübun­gen ost- und 

west­deutsch­er Nazis. Am Volk­strauertag 1990 und 1991 trat die in Ost­deutsch­land boomende und organisatorisch 

gestärk­te Nazi-Szene erst­ma­lig auf, um den, wie sie es nen­nen, »Helden der Waf­fen-SS« zu huldigen. Down­load

Chronolo­gie

Recht­sex­treme Aktiv­itäten und Gewalt­tat­en im Land­kreis Dahme–Spreewald — ein Auszug. Down­load

Men­schen ohne Geschichte?

1954 wur­den 37 Zwangsar­bei­t­erIn­nen ver­mut­lich auf Anord­nung der Behör­den vom Fried­hof Teupitz auf den 

Wald­fried­hof in Halbe ver­legt. Dadurch liegen nun Zwangsar­bei­t­erIn­nen als Opfer vom Nationalsozialismus
auf dem gle­ichen Fried­hof wie die Täter! Down­load

Volks­bund Deutsche Kriegs­gräber­für­sorge e.V. und der Volkstrauertag

Der Volks­bund Deutsche Kriegs­gräber­für­sorge e.V. (VDK) ver­sucht sich in mod­er­ater Form als eine
friedenss­tif­tende Organ­i­sa­tion mit human­itärem Auf­trag darzustellen, die sich um die Pflege der Gräber der Opfer
von »Krieg und Gewaltherrschaft« küm­mert. Down­load

Halbe Kessel­tour 2004

Am 9. Mai 2004, dem Tag des Sieges über den Hitler–Faschismus, unter­nah­men Antifaschistin­nen und Antifaschisten 

aus Berlin und Bran­den­burg einen kleinen Aus­flug ins Berlin­er Umland. Down­load

Aktuell aufgedeckt: Anti–Antifa — Sek­tion Potsdam

Aus aktuellem Anlaß und zum Schutz für alle, die von Neon­azis ins Visi­er genom­men wer­den könnten, 

veröf­fentlichen wir an dieser Stelle einen gekürzten Artikel mit fre­undlich­er Genehmi­gung der Redak­tion des
Antifaschis­tis­chen Infoblatts. Der voll­ständi­ge Artikel ist in der Aus­gabe Nr. 62 des Infoblatts nachzule­sen. Down­load

Stop Thor Steinar

Immer nehr Neon­azis suchen sich neue, diskretere und modis­chere Klei­dungsstile. Eine Naz­i­marke auf dem Weg in 

die Mitte? Down­load

Impres­sum

Die presserechtliche Ver­ant­wor­tung für die Broschüre ist auf der zweit­en Seite der Broschüre einzusehen:

V.i.S.d.P. M. Müller, Bahn­hof­str. 98, 12305 Berlin

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