24. Mai 2002 · Quelle: JDJL

Bundeswehr-Konzert in Strausberg gestört

Etwa 50 Anti­mil­i­taristIn­nen aus Straus­berg und Umge­bung fol­gten am
Don­ner­stag einem Aufruf der JungdemokratInnen/Junge Linke und störten
ein Bene­fizkonz­ert der Bun­deswehr-Big Band für die Marienkirche in
Wriezen. Den Demon­stran­tInnen gelang es ca. eine halbe Stunde die
Zufahrtsstrasse zur Kaserne zu block­ieren. Auch ein Bus mit einer
Del­e­ga­tion aus Alban­ien, die zu dem Konz­ert geladen war, ver­spätete sich
auf­grund der Proteste. 

Die Anti­mil­i­taristIn­nen protestierten gegen den Ver­such der Bundeswehr
mit Bene­fiz- und kul­turellen Ver­anstal­tun­gen für mehr Akzep­tanz des
Mil­itärs in der Bevölkerung zu wer­ben. Rona Torenz, Sprecherin von JD/JL
sagte: “Durch öffentliche Gelöb­nisse, Konz­erte und vielfältige Angebote
für Schüler gelingt es der Bun­deswehr zunehmend in der öffentlichen
Wahrnehmung ihr eigentlich­es Geschäft in den Hin­ter­grund zustellen.
Armeen sind nun ein­mal keine Blaskapellen son­der dienen dem Töten von
Menschen.” 

Nach­dem das Konz­ert begonnen hat­te stürmten 3 Per­so­n­en vor die Bühne,
hiel­ten ein Trans­par­ent in die Höhe und riefen Parolen wie “Bun­deswehr
abschaf­fen” und “Tuchol­sky hat Recht”. Einen Moment lang hielt die Band
mit spie­len inne, dann wur­den die Stör­er aus dem Saal geschleift. Zuvor
wur­den Falt­blät­ter an die Zuhör­er verteilt, die Programmheften
nachemp­fun­den waren und einen Text gegen akzep­tanzschaf­fende Massnahmen
der Bun­deswehr enthielten.

Pressemit­teilung der JungdemokratInnen/Junge Linke

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