24. Mai 2002 · Quelle: Inforiot / MoPo / Berliner Zeitung

Überfallener Aussiedler erliegt seinen Verletzungen


Der in Witt­stock Anfang Mai ange­grif­f­e­nen Aussiedler ist heute im Kranken­haus an den fol­gen des bru­tal­en Über­falls gestor­ben. Ein Hauptverdächtiger sitzt derzeit in U‑Haft. Die Staat­san­waltschaft erhebt nun statt Anklage auf gemein­schaftlichen Totschlag den Vor­wurf des drin­gen­den Ver­dacht­es auf gemein­schaftlichen Mord. Der Aussiedler wurde gemein­sam mit einem Fre­und vor ein­er Diskothek von Nazis angegriffen. 

Unsere Trauer ist mit den Hinterbliebenen.

24-Jähriger stirbt nach Über­fall Rechtsextremer

WITTSTOCK (Berlin­er Mor­gen­post) Ein 24-jähriger Rus­s­land­deutsch­er, der am 4. Mai bei einem ver­mut­lich frem­den­feindlichen Über­griff in Witt­stock (Ost­prig­nitz-Rup­pin) lebens­ge­fährlich ver­let­zt wurde, erlag gestern seinen Ver­let­zun­gen. Wie die Staat­san­waltschaft in Neu­rup­pin mit­teilte, ste­ht ein 20-Jähriger, der unmit­tel­bar nach der Tat festgenom­men wurde, nun­mehr unter dem Ver­dacht des gemein­schaftlichen Mordes. Nach seinen bei­den Mit­tätern wird noch immer gefah­n­det. Die drei Män­ner sollen am 4. Mai zwei Rus­s­land­deutsche unver­mit­telt von hin­ten ange­grif­f­en, getreten und geschla­gen haben. Ein­er der Angreifer warf schließlich einen Feld­stein auf den 24-Jährigen. 

Aussiedler erliegt nach Über­fall Verletzungen

WITTSTOCK (Berlin­er Zeitung) Das Opfer eines Über­griffs in Witt­stock (Ost­prig­nitz-Rup­pin) ist am Don­ner­stag seinen schw­eren Ver­let­zun­gen erlegen. Der Tote soll am Fre­itag obduziert wer­den, teilte die Staat­san­waltschaft Neu­rup­pin mit. Der junge Aussiedler war am 4. Mai bei Auseinan­der­set­zun­gen nach ein­er Diskover­anstal­tung lebens­ge­fährlich ver­let­zt wor­den. Auch ein Lands­mann von ihm wurde dabei ange­grif­f­en. Ein­er der Beschuldigten sitzt inzwis­chen in Unter­suchung­shaft. Nach Angaben der Staat­san­waltschaft wurde der gegen ihn wegen gemein­schaftlich ver­sucht­en Totschlags erlassene Haft­be­fehl jet­zt auf den drin­gen­den Ver­dacht des gemein­schaftlichen Mordes erweit­ert. Als Tat­mo­tiv wird Frem­den­feindlichkeit ver­mutet. Für Hin­weise zur Aufk­lärung der Tat lobte die Staat­san­waltschaft 2 000 Euro aus. Infor­ma­tio­nen nimmt das Erste Krim­i­nalkom­mis­sari­at des Polizeiprä­sid­i­ums Oranien­burg unter 03301/8500 entgegen. 

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