8. September 2012 · Quelle: AJP 1260

Bundeswehr raus aus den Schulen

Strausberg - Proteste gegen Bundeswehrpräsenz bei Strausberger Ausbildungstag

Am 8. Sep­tem­ber macht­en wir uns mit 10 hochmo­tivierten Mitstreiter*innen auf den Weg ins Ober­stufen­zen­trum Straus­berg, um – wie so oft – gegen etwas zu sein: die Bun­deswehr im All­ge­meinen und ihre Wer­beak­tio­nen an Schulen.

Denn beim Aus­bil­dungstag der Stadt Straus­berg stellte sich das Mil­itär als ganz nor­maler Aus­bil­dungs­be­trieb vor. Nach anfänglichen Stre­it­igkeit­en um das auf oder vor dem Gelände Ste­hen, blieben wir ein­fach da und wur­den schließlich von der Schullei­t­erin akzep­tiert. Für zweiein­halb Stun­den verteil­ten wir Fly­er, But­tons, ließen die Trans­par­ente und Schilder wirken und kamen mit inter­essierten Besucher*innen und Vertreter*innen der Unternehmen ins Gespräch, von denen sich so manche mit uns sol­i­darisierten. Die etwas über­rumpelte Schullei­t­erin bot eine Gespräch­srunde zum The­ma “Bun­deswehr in Schulen” an, um die Prob­lematik in Ruhe zu disku­tieren; es geht also weit­er! Schön war´s gewe­sen.

 

Fly­er­text:

Bun­deswehr raus aus den Schulen

Liebe Schüler*innen , liebe Eltern, liebe Besucher*innen, heute hat die Stadt Straus­berg zum 17.Ausbildungstag am Ober­stufen­zen­trum ein­ge­laden, um Jugendlichen die Beruf­swelt näher zu brin­gen. Auf­grund des Fachkräfte­man­gels ist das eine sehr nette Sache, meinen sie nicht auch?

Neben Infor­ma­tio­nen zu kaufmän­nis­chen und handw­erk­lichen Berufs­feldern präsen­tiert sich eine Insti­tu­tion, zu deren Auf­gaben das Töten gehört. Die Bun­deswehr ver­sucht sich bei solchen Ereignis­sen in einem friedlichen und human­is­tis­chen Licht zu präsen­tieren.

Ziel ist eine Akzep­tanz für Krieg­sein­sätze in einem bre­it­en Spek­trum der Gesellschaft zu erre­ichen, sowie Ziv­il- und Stre­itkräfte anzuwer­ben. Dazu hiel­ten zu Beginn des neuen Schul­jahres Jugend­of­fiziere im OSZ während der Unter­richt­szeit Vorträge über die mil­itärische Lauf­bahn und präsen­tierten ihre Aus­rüs­tung. Die Schüler*innen mussten an dieser Ver­anstal­tung teil­nehmen. Eine kon­tro­verse Diskus­sion war mit dem geschul­ten Per­son­al nicht möglich, da die Auf­gabe der Jugenof­fiziere auss­chließlich darin beste­ht, neue Mit­glieder zu wer­ben.

Die in der Öffentlichkeit als human­itär beze­ich­neten Hil­f­sein­sätze stellen stattdessen eine Sicherung weltweit­er Han­del­srouten sowie den Zugang zu Ressourcen dar.

Wir sol­i­darisieren uns mit allen Schüler*innen des Ober­stufen­zen­trums und rufen Eltern und Lehrer dazu auf, die Zusam­me­nar­beit mit der Bun­deswehr abzulehnen!

In diesem Sinne: “Schul­frei für die Bun­deswehr – Bun­deswehr abschaf­fen!”

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