20. Februar 2012 · Quelle: Antifaschistische Recherche_Potsdam//Umland

Cheer for NS – Potsdamer Neonazi: Mario Schober

In der Märkische All­ge­meine Zeitung (MAZ) vom 14.02.2012, war unter dem Titel “Mario Schober holt gemein­sam mit San­dra Krüger den Lan­desmeis­ter­ti­tel”, ein Artikel über Mit­glieder des Cheer­lead­er­clubs “PCV Pots­dam Pan­thers e.V.” erschienen. [1] Dieser berichtete über die 21. Cheer­lead­ing-Lan­desmeis­ter­schaften für Berlin und Bran­den­burg. Auch wird Mario Schober [2], ein 27-jähriger Pro­tag­o­nist der Cheer­lead­er­gruppe, genauer vorgestellt. Er sei seit neun Jahren bei den “Pan­thers” und habe bere­its einen deutschen (2005) und einen Europameis­ter Titel (2009). Davor habe er Rug­by beim “USV Pots­dam” gespielt. Auch beim Fußball-Kreis­ligis­ten “For­tu­na Babels­berg II” spiele Schober als Tor­wart mit. [3] Weit­er­hin erfahren wir, dass er gel­ern­ter Maler und Lack­ier­er ist und zusam­men mit sein­er Fre­undin Ann-Susann einen Sohn hat.

Was wir jedoch nicht erfahren ist, dass Mario Schober seit mehreren Jahren in der Pots­damer Neon­aziszene aktiv ist.

So beteiligt er sich an Neon­azi­aufmärschen wie zum Beispiel in Rathenow (18.04.2009) und Neu­rup­pin (05.09.2009) [4] oder fährt zusam­men mit weit­eren Pots­damer Neon­azis zum Recht­sRock-Fes­ti­val “Fest der Völk­er” (13.09.2008). Das “FdV” gilt als inof­fizielle Ver­anstal­tung des in Deutsch­land seit dem Jahr 2000 ver­bote­nen Neon­azinet­zw­erk “Blood & Hon­our”. [5]

Weit­er­hin fiel Schober in der Ver­gan­gen­heit als gewaltaffin­er “Fan” des Berlin­er Fußball­clubs “BFC Dynamo” auf und es ist zu beobacht­en, dass er sich bei seinen Sta­di­enbe­suchen in einem neon­azis­tis­chen Milieu bewegt.

Auch mit der Pots­damer Neon­azipromi­nenz wie Patrick Danz, dem Sänger der Pots­damer Neon­az­iband “Preussen­stolz”, ist Schober gut bekan­nt und präsen­tiert darüber hin­aus im All­t­ag ver­schiedene Klam­ot­ten von Recht­sRock-Bands. Auf dem Bild ist er mit einem T‑Shirt der Band “Divi­sion Ger­ma­nia” zu sehen. Diese ist mit Alben wie „…und ewig lebt das Reich“ oder „Hass schüren­der Lärm“, zu ein­er wichti­gen Größe in der bun­desweit­en Recht­sRock-Szene gewor­den. [6]

Dies alles tut Mario Schober jedoch keineswegs als verir­rtes Indi­vidu­um, son­dern als überzeugter Neon­azi, der in eine organ­isierte neon­azis­tis­che Szene in der Lan­deshaupt­stadt inte­gri­ert ist.

Schober ist bei Antifaschist_innen lange als Neon­azi bekan­nt und auch sein soziales Umfeld wird sein neon­azis­tis­ches Denken und Han­deln zu spüren bekom­men. Den­noch beste­ht sein Bekan­ntenkreis nicht auss­chließlich aus Neon­azis, das zeigt seine Ein­bindung in die oben genan­nten Sportvere­ine. Sein sportlich­es Umfeld weiß mit hoher Wahrschein­lichkeit von den Aktiv­itäten Schobers außer­halb der Vere­ine. Dass dieses wiederum im All­t­ag kein The­ma ist und somit auf eine gefährliche Tol­er­anz stößt, sei, so banal es erscheint, hier noch ein­mal fest­ge­hal­ten – denn die Inte­gra­tion von Neon­azis wie Mario Schober führt zu ein­er schle­ichen­den Nor­mal­isierung von men­schen­ver­ach­t­en­dem Denken und Han­deln im All­t­ag. Dem gilt es sich entschlossen ent­ge­gen zu stellen.

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