31. Januar 2014 · Quelle: Antifaschistisches Pressearchiv Potsdam - APAP

Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung 2013

Am 1. Februar 2014 wird das Antifaschistische Pressearchiv Potsdam (APAP) die Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung für das Jahr 2013 veröffentlichen.

Im Rah­men ein­er Infor­ma­tionsver­anstal­tung im “Spar­ta­cus” um 19.30 Uhr wird die Chronik vorgestellt und über neon­azis­tis­che Struk­turen und Aktio­nen in Pots­dam aufgek­lärt. Danach find­et eine Par­ty statt, deren Ein­nah­men die jährlich anfal­l­en­den Kosten deck­en sollen. Im Ver­gle­ich zum Vor­jahr zeigte sich im Jahr 2013 einen neue Dimen­sion von Gewalt gegen linke und alter­na­tive Struk­turen. Zum ersten Mal seit Jahren kam es wieder­holt zu (ver­sucht­en) Anschlä­gen auf alter­na­tive Wohn- und Kul­tur­pro­jek­te. Es waren unter anderem das Café Olga und das Archiv davon betrof­fen. Die Pots­damer Neon­aziszene zeigte sich hinge­gen in ihrem Auftreten zurück­hal­tend und verdeck­ter als noch 2012. Alte Struk­turen, wie z.B. “Info­por­tal Pots­dam” sind einge­brochen bzw. nicht mehr wahrnehm­bar. Allerd­ings entwick­el­ten sich neue Struk­turen (“Licht und Schat­ten”), die schw­er­er greif­bar sind. So kam es auch im ver­gan­genen Jahr zu vie­len Pro­pa­gan­daak­tio­nen, die oft klan­des­tin durchge­führt wur­den. Neon­azis in Pots­dam sind weit­er­hin aktiv, jedoch scheint es, als wären sie vor­sichtiger gewor­den, möglicher­weise um Repres­sion aus dem Weg zu gehen. Es bleibt weit­er­hin festzustellen, dass auch 2013 die NPD in Pots­dam nicht Fuß fassen kon­nte. So hing zur Bun­destagswahl im Sep­tem­ber 2013 kein einziges Wahlplakat der NPD in der Lan­deshaupt­stadt. Laut Ankündi­gung der NPD soll sich das jedoch im Jahr 2014, in dem die Kom­mu­nal- sowie die Land­tagswahlen anste­hen, ändern. In Koop­er­a­tion mit dem Antifaschis­tis­chen Pressearchiv und Bil­dungszen­trum Berlin (APABIZ) und dem Kartierung­spro­jekt rechtesland.de kon­nten wir unseren bish­eri­gen Chroniken 2010–2012 sowie die aktuelle Chronik 2013 auf dem Karten­por­tal rechtesland.de einar­beit­en. Rechtesland.de hat es sich zur fgabe gemacht, die Orte der extremen Recht­en, ihre Ver­bände, ihre Morde, ihre Über­fälle, ihre Ter­mine und aktuelle Vorhaben zu kartieren. So kön­nen sie für alle sicht­bar gemacht wer­den. In Zukun­ft wer­den auch alte Daten­sätze aus dem Antifaschis­tis­chen Pressearchiv Pots­dam in die Karte eigear­beit­et. Die Chronik wird ab dem 1. Feb­ru­ar 2014 auf unser­er Web­site http://www.apap.blogsport.eu abruf­bar sein.

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