16. August 2008 · Quelle: gegenrede.info

Damals Aufschrift auf SA-Standarten — heute Aufschrift auf Poloshirt

(14.08.2008)

Schwedt (ipr) Das Amts­gericht Schwedt/Oder hat am 03. 06. 2008 einen 38jährigen Deutschen wegen öffentlichen Ver­wen­dens von Kennze­ichen ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen zu ein­er Geld­strafe von 50 Tagessätzen zu je 10 ? verurteilt, teilte der Press­esprech­er des Amts­gericht­es Schwedt, Dr. Jan Wilke, mit.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der Angeklagte am 21. 05. 2007 am Rande der Ver­anstal­tung unter dem Mot­to “Gegen Aus­län­der­feindlichkeit” auf dem Platz der Befreiung in Schwedt/Oder aufge­hal­ten und dabei ein Poloshirt mit der Auf­schrift “Deutsch­land erwache” in alt­deutsch­er Schrift getra­gen hat.

Der Angeklagte hat gegen das Urteil Rechtsmit­tel ein­gelegt.

Die Demon­stra­tion im Mai 2007, an der sich etwa 70 Schwedter beteiligten, galt der Unter­stützung des Schwedter Aus­län­der­beauf­tragten Ibraimo Alber­to. Der war zuvor über ein halbes Jahr lang zahlre­ichen frem­den­feindlichen Über­grif­f­en und ständi­gem Mob­bing aus­ge­set­zt und hat­te sich im Mai 2007 entschlossen, Anzeige zu erstat­ten. Die Ver­anstal­tung war – wie in Schwedt üblich — von eini­gen Recht­sex­tremen begleit­et wor­den.

Das Stalk­ing gegen Ibraimo Alber­to und sein­er Fam­i­lie durch die Recht­sex­tremen ist auch heute noch aktuell. Erst am Fre­itag let­zter Woche wurde sein Briefkas­ten mit mehreren Exem­plaren der NPD Pos­tille „Jet­zt reicht’s!“ ver­stopft, während die anderen Briefkästen des Haus­flures unbestückt blieben. Die Recht­sex­tremen sig­nal­isieren damit, „wir wis­sen wo du wohnst“, „wir beobacht­en dich“ und ver­suchen so ein Kli­ma der Angst zu erzeu­gen.

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