4. Juni 2004 · Quelle: LR

Das Lager überlebten nur wenige

Am Sonnabend, dem 5. Juni, jährt sich zum 60. Mal die Ankun­ft des ersten
Trans­ports jüdis­ch­er KZ-Häftlinge im Außen­lager Lieberose, das dem KZ
Sach­sen­hausen organ­isatorisch angegliedert war. Von den 2400 ungarischen
Juden aus Auschwitz haben nur wenige das Lager über­lebt.

Daran erin­nert der Lieberos­er His­torik­er An dreas Weigelt und informiert,
dass am Son­ntag, dem 6. Juni, eine Infor­ma­tions- und Gedenkver­anstal­tung
stat­tfind­et.

«Der Trans­port vom 5. Juni 1944 nach Lieberose war der erste von jüdis­chen
Häftlin­gen ins KZ Sach­sen­hausen, nach­dem Ende 1942 alle jüdis­chen Häftlinge
nach Auschwitz deportiert wor­den waren» , so Weigelt. Von 6000 bis 10 000
Häftlin­gen in Lieberose hät­ten nicht mehr als 500 jüdis­che Insassen
über­lebt.

Zu der Gedenkver­anstal­tung laden die Evan­ge­lis­che Kirchenge­meinde Lieberose
und Land sowie der Vere­in zur Förderung der Antifaschis­tis­chen Mahn- und
Gedenkstätte Lieberose ein. Zwei Über­lebende des ersten Trans­portes, Samuel
New­man und Joseph Fell­ner, wer­den teil­nehmen.

Ein­er geführten Besich­ti­gung durch die Doku­men­ta­tion­sstätte im Jam­l­itzer
Kiefer­n­weg ab 11.30 Uhr schließt sich ein Zeitzeu­genge­spräch mit Samuel
New­man im Gemein­de­haus Jam­litz, Schul­straße 12, an. Im Muse­um am Mah­n­mal ist
die Son­der­ausstel­lung «Ungarische Juden im Außen­lager Lieberose» zu sehen.

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