1. November 2005 · Quelle: Internetwache Brandenburg

Datei gegen Graffitis in Fürstenwalde

Fürsten­walde — Graf­fi­ti – Ärg­er­nis für jeden Besitzer ein­er glat­ten, sauberen Fläche, egal wo und wie groß. Wenn die allzu oft bek­ifften „Kün­stler“ ihre Fan­tasien mit mehr oder weniger Tal­ent im Schutz der Dunkel­heit anbrin­gen, find­et das Ergeb­nis i.d.R. mehr Kopf­schüt­teln als Kopfnick­en. Und so lenkt der Besitzer dieser „Mal­grund­la­gen“ nur allzu oft den Schritt zur Polizei. Die Anzeigen stapeln sich und neben Frank­furt (Oder) ist auch Fürsten­walde stark betrof­fen und die Ermit­tler laufen Gefahr, den Überblick zu verlieren.

Dage­gen haben sich die Krim­i­nal­is­ten und Revier­polizis­ten in Fürsten­walde jet­zt gewehrt. Es wurde eine Datei erstellt, in der sind alle Graf­fi­tis der Stadt enthal­ten. Dazu waren die Repo’s unter­wegs und haben alles fotografiert, so dass viele der Tat­en mit Bildern hin­ter­legt sind. Ca. 320 Tat­en sind bis­lang erfasst und eine erste Serie mit rund 50 Straftat­en kon­nte schon aufgek­lärt wer­den, weil es erst so möglich ist, effek­tiv zu recher­chieren und zu ver­gle­ichen. Hin­ter dem Kürzel „BSF“, das an zwei Woch­enen­den in Fürsten­walde-Mitte und –Nord aufge­sprüht wurde, ver­ber­gen sich zwei 15-Jährige aus der Stadt. Die Jungs waren zusam­men nachts unter­wegs und haben abwech­sel­nd ihre Spur hin­ter­lassen und haben dabei auch ihre Schule in Nord nicht verschont.

Eine zweite Serie mit 12 Straftat­en und dem Kürzel „MONO“ ist auch gek­lärt und die Klärung ein­er drit­ten Serie mit über 100 Tat­en ste­ht bevor, so dass sich der Arbeit­szeitaufwand für diese Datei schon jet­zt mehr als gelohnt hat. Erfahrungs­gemäß gibt es bei den Beschuldigten­vernehmungen immer auch noch Hin­weise auf die Urhe­ber ander­er Tags, denn von den Tat­en ander­er spricht es sich nun ein­mal leichter als von den eige­nen. Auch deshalb ist der ermit­tel­nde Krim­i­nal­ist sehr zuver­sichtlich, dass er noch mehrere Serien, davon dur­chaus auch größere, klären kann.

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