29. Juli 2004 · Quelle: Antifa Frankfurt (Oder)

Dem Grauen ein Ende bereiten”

Antifade­mo

13. August, 19 Uhr

Tre­ff: Einkauf­szen­trum HEP im Stadt­teil Neu­beresinchen in Frankfurt/Oder

Mot­to: Dem Grauen ein Ende bere­it­en

Organ­isatorIn­nen: Autonome Antifa Frank­furt (Oder) in Zusam­me­nar­beit mit der KP-Berlin und der Antifa
Friedrichshain

Aufruf der Antifa Frankfurt(Oder) (aaf­fo) zur Antifa Demo am 13.08.04 in Frank­furt (Oder)

Wer als deutsch­er Tourist die Kleist­stadt Frank­furt (Oder) besucht, wird nur
ein Frank­furt ken­nen ler­nen. Ihm präsen­tiert sich die Stadt als weltof­fene
Kul­turstadt die auf ihre Geschichte, die durch Lennè gestal­teten
Parkan­la­gen und ihr Aushängeschild, die Euopau­ni­ver­sität Viad­ri­na, stolz
ist. Dies spiegelt jedoch nur im ent­fer­n­testen das wahre Gesicht der
Gren­zs­tadt wider.

Wer die Stadt nicht nach weni­gen Stun­den wieder ver­lässt oder sich ein­er
gesellschaftlichen Rand­gruppe zuge­hörig fühlt, würde andere Charak­ter­is­ti­ka
in den Forder­grund stellen. Nonkon­forme Jugendliche und Asyl­be­wer­ber ken­nen
die Angst beim Besuch des B5‘s oder KONSUM‘s und bei der anschließen­den
Fahrt im Nacht­bus. Auch der Weg durch die Magis­trale in den Abend­stun­den des
Woch­enen­des wird viel zu oft zu einem Spießruten­lauf.
Diese latente Bedro­hung man­i­festierte sich ger­ade in let­zter Zeit durch
Angriffe von Besuch­ern der Diskothek B5 auf Asyl­be­wer­ber, welche dabei
schwere Ver­let­zun­gen davon­tru­gen. So wurde beispiel­sweise in der Nacht zum
4.April ein Mann aus Sier­ra Leone direkt vor der Disko von sechs Nazis aus
dem B5 zusam­menge­treten und musste schw­er ver­let­zt ins Klinikum ein­geliefert
wer­den.
Schock­ieren­der Höhep­unkt der neuen Welle rechter Gewalt war die
Ver­schlep­pung, Verge­wal­ti­gung und Folter eines Frank­furters, der in Folge
des Über­griffs ins Koma ver­set­zt wer­den musste. Auch bei dieser Tat
han­del­ten ein­schlägig bekan­nte Nazis.

Diese bei­den Ver­brechen sind jedoch nur zwei Beispiele für diverse Angriffe
der jün­geren Ver­gan­gen­heit. Auch den Mord an dem Frank­furter Punk Enri­co durch nazis im ver­gan­genen Jahr wer­den wir nicht vergessen.

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