12. Dezember 2006 · Quelle: Initiative für Begegnung

Dem Rassismus an die Wurzel gehen


Work­shop für eine anti­ras­sis­tis­che Praxisgemeinschaft

Für die Wieder­bele­bung anti­ras­sis­tis­ch­er Pro­jek­te in
Potsdam!

Alle Inter­essierten sind eingeladen

am 16.12. (Sam­stag)

von 10 — ca. 16 Uhr

im KUZE-Sem­i­nar­raum, Her­mann-Elflein-Str. 10, Potsdam

an dem Work­shop der Ini­tia­tive für Begegnung

teilzunehmen.


Wer, wenn nicht wir?

Wann, wenn nicht jetzt?

Wo, wenn nicht hier?

Aus den Nachricht­en drin­gen nur punk­tuell Meldungen
über den alltäglichen
Tod von Flüchtlin­gen an den €päis­chen Außengrenzen
zu uns. Für die
weni­gen, die es bis auf €päis­chen Boden geschafft
haben, gibt es aber
keine Sicher­heit auf ein Bleiberecht. Isolation,
Zwang­sun­ter­bringung in
Sam­mel­lagern, gekürzte Sozial­hil­fe, Arbeitsver­bot und
unsichere
Aufen­thalt­sti­tel machen das Leben auch in Brandenburg
für Flüchtlinge zu
einem per­spek­tivlosen Gefängnis.

Das Ziel der Ini­tia­tive für Begeg­nung ist es seit
Jahren, die soziale
Aus­gren­zung von Flüchtlin­gen, und damit
insti­tu­tionellen und
Main­stream-Ras­sis­mus zu durch­brechen. Dabei ist es
wichtig, antirassistische
Aktiv­itäten gemein­sam mit Betrof­fe­nen zu entwickeln,
um nicht in die Falle
eben­falls ras­sis­tis­ch­er Stel­lvertreterIn­nen­poli­tik zu
tap­pen. Bei unseren
Infover­anstal­tun­gen haben sich immer wieder viele
Men­schen an uns gewandt,
weil sie selb­st etwas gegen diese Zustände unternehmen
wollen, aber oft
nicht wis­sen, wie und wo anfangen.

Das The­ma ist sehr kom­plex und die Zeit für
unbezahltes Engage­ment allseits
knapp. Wir denken, dass der Aufwand für
anti­ras­sis­tis­che Arbeit
über­schaubar, effek­tiv und sin­nvoll sein kann, wenn er
sich auf viele
Schul­tern verteilt. Deshalb wollen wir alle
Inter­essierten ein­laden, ein
Net­zw­erk für eine anti­ras­sis­tis­che Praxisgemeinschaft
zu entwick­eln. Es gibt
schon Pro­jek­te, die sich über Unter­stützung freuen
wür­den und es gibt noch
viel mehr Ideen für weit­ere Pro­jek­te und Aktionen.
Es wird nie­mand geben, die oder der uns einen Plan in
die Hand drück­en wird.

In unserem Work­shop für eine antirassistische
Prax­is­ge­mein­schaft wer­den wir
selb­st den Plan entwickeln!

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