25. August 2003 · Quelle: Friko Potsdam

Demo am Weltfriedenstag in Potsdam

Die Pots­damer Frieden­sko­or­di­na­tion lädt ein:


Ver­anstal­tung am Mon­tag, den 1. Sep­tem­ber

dem Welt­friedens-/An­tikriegstag

Ab 18 Uhr am Platz der Ein­heit in Pots­dam

mit Gästen aus dem Inund Aus­land und Kul­turbeiträ­gen

Danach Demon­stra­tion und Lam­pi­on­umzug

Aufruf

In diesem Jahr 2003 sind wir vom Frieden in der Welt weit­er ent­fer­nt denn je. Der Recht und Moral hohn­sprechende Über­fall auf den Irak hat genau­sowenig wie der Feldzug gegen die Tal­iban in Afghanistan diese Län­der
befriedet noch zu “zivil­isierten” gesellschaftlichen Zustän­den geführt.

Die Posi­tion der weltweit­en Friedens­be­we­gung, dass der Krieg kein tauglich­es Mit­tel zur Lösung von zwis­chen­staatlichen oder inner­staatlichen Kon­flik­ten
ist, dass er nur das Leid der Men­schen ver­größert und namen­lose Opfer hin­ter­lässt, zeigt sich mit ein­dringlich­er Deut­lichkeit an dem let­zten Krieg der USA. Die Kriegs­gründe waren offen­sichtlich frei erfun­den und der Sturz
der Dik­tatur, von vie­len Irak­ern begrüßt, ist nicht die Gewähr dafür, dass bessere demokratis­che und soziale Ver­hält­nisse zwangsläu­fig fol­gen müssem.

Die vorherrschende Gewalt, die Anar­chie und das Chaos sind logis­che Kon­se­quen­zen ein­er impe­ri­alen Macht­poli­tik, die zwar mil­itärisch siegen kann, aber notwendi­ger Weise dem Frieden im Land keine Per­spek­tive lässt.

Eine zwin­gende Schlussfol­gerung aus den Erfahrun­gen der Kriege gegen Jugoslaw­ien, Afghanistan und Irak ist die Rück­kehr zu dem in der UN-Char­ta fest­gelegten verbindlichen Regeln, was die Rechte und Pflicht­en von­Na­tion­al­staat­en — nicht zulet­zt, wenn es um Krieg und Frieden geht -
bet­rifft. Die wieder in Mode gekommene Anmaßung “west­lich­er” Staat­en, selb­s­ther­rlich andere Staat­en aus der inter­na­tionalen Gemein­schaft
auszu­gren­zen, willkür­lich das Mit­tel des Krieges einzuset­zen, ohne Rück­sicht auf men­schliche Ver­luste ihre ökonomis­chen und poli­tis­chen Inter­essen zu
ver­fol­gen, müssen wir behar­rlich kri­tisieren und gemein­sam dage­gen
protestieren.

Gelingt es uns nicht, den eingeschla­ge­nen Kurs der nach Hege­monie streben­den
Lager dies­seits und jen­seits des Atlantiks zu stop­pen, dann versinkt die
Men­schheit im Krieg der Wel­ten, dann kommt es zum prophezeit­en Zusam­men­stoß
der Kul­turen und Zivil­i­sa­tio­nen.

Der Welt­frieden­stag bietet uns Gele­gen­heit, unsere tiefe Abscheu gegen diese
Kriege auszu­drück­en und nach­drück­lich eine andere Welt zu fordern, in der
jed­er Men­sch in Frieden und frei von Aus­beu­tung und Unter­drück­ung leben
kann.

www.friedenskoordination-potsdam.de

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